Grenzkonflikt Venezuela – Kolumbien: Auswärtiges Amt rät von Reisen ab

deportation

Nationalgarde kennzeichnet Häuser von "Illegalen" in der Grenzregion (Foto: Twitter)
Datum: 26. August 2015
Uhrzeit: 07:02 Uhr
Leserecho: 4 Kommentare
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hat am Freitag (21.) die Grenze zu Kolumbien geschlossen, in fünf Verwaltungsbezirken des Bundesstaates Táchira „vorerst“ für 60 Tage den Ausnahmezustand verhängt und rund 1.200 kolumbianische Staatsangehörige, die sich illegal in Venezuela aufgehalten haben, in ihr Heimatland deportiert. Das Links-Regime hat bereits mehrere Häuser der Deportierten mit Bulldozern abreißen lassen, Kolumbiens Regierung hat für die Vertriebenen zahlreiche Notunterkünfte eingerichtet. Angesichts der undurchsichtigen Situation hat das Auswärtige Amt in Berlin einen Reis- und Sicherheitshinweis herausgegeben.

„Am 21.08.2015 hat Venezuela den Ausnahmezustand im Grenzgebiet zu Kolumbien verhängt. Betroffen sind die fünf Gemeinden Bolívar, Ureña, Junín, Libertad und Independencia im Bundesstaat Táchira. Die Maßnahme wurde zunächst auf 60 Tage befristet. Vorausgegangen waren Schießereien zwischen mutmaßlichen Schmugglern und Grenzsoldaten im Grenzgebiet bei San Antonio im Bundesstaat Táchira. Der dortige Grenzübergang wurde vorübergehend geschlossen. Von Reisen in die Grenzregion zu Kolumbien wird abgeraten. Abgeraten wird auch von der Ausreise über den Landweg von und nach Kolumbien.

Bei Reisen nach Venezuela wird weiterhin zu erhöhter Aufmerksamkeit geraten. Es muss vor allem in den Städten jederzeit mit Demonstrationen und gewalttätigen Auseinandersetzungen gerechnet werden, bei denen in der Vergangenheit wiederholt auch Schusswaffen eingesetzt wurden. Hintergrund ist insbesondere die sich verschlechternde Wirtschafts- und Versorgungslage. Auch im Hinblick auf die verbreitete erhöhte Gewaltkriminalität, der immer wieder Ausländer zum Opfer fallen, ist besondere Vorsicht erforderlich“, so die Behörde.

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2016 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.
  1. 1
    Wolfgang

    Mag ja alles stimmen… Aber gibt es sowas auch für Ägypten oder Tunesien? Oder die Türkei?

    • 1.1
      Herbert Merkelbach

      Ja, gibt es. Machen Sie sich doch einmal die Mühe und gehen auf das Internetportal des Auswärtigen Amtes. Dort finden Sie die Sicherheitswarnungen für, ich glaube, fast alle Länder dieser Erde.

    • 1.2
      der Reisende

      Wolfgang Wolfgang aus welchem Zirkus haben die dich den laufen lassen ??

  2. 2
    gringo

    Gilt aber wohl nicht für Wagenknecht und Co ????????????

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!