Tropensturm Erika löst sich auf: Über 40 Todesopfer befürchtet – Liveticker

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Tropensturm Erika führt gewaltige Regenmengen mit sich (Grafik: Wunderground)
Datum: 28. August 2015
Uhrzeit: 01:26 Uhr
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Autor: Redaktion
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Tropensturm Erika ist der fünfte benannte Sturm der diesjährigen Hurrikan-Saison im Atlantik. Der windmäßig eher schwache Tropensturm führt gewaltige Regenmengen mit sich, hat der Karibikinsel Dominica sintflutartige Regenfälle beschert und schwere Verwüstungen angerichtet. Durch die großflächigen Überschwemmungen und Schlammlawinen wurden mindestens vier Menschen auf dem Inselstaat in den Kleinen Antillen getötet, zahlreiche Personen werden noch vermisst. Nach Angaben der Behörden sind über 80 Prozent der Bevölkerung der Insel ohne Strom und von der Wasserversorgung abgeschnitten. Um 17:00 Uhr Ortszeit lag das Zentrum des Sturms etwa 175 Meilen (280 km) westlich von Guadeloupe und zieht mit 24 Stundenkilometern in Richtung Nordwesten. In den nächsten Stunden bewegt sich das System über Puerto Rico und am Freitagmorgen an Hispaniola (Dominikanische Republik und Haiti) vorbei. Sowohl die DomRep als auch Kuba werden von Ausläufern gestreift, starke Regenfälle werden prognostiziert. Aktuell gilt eine tropische Sturmwarnung für Anguilla, Saba, St. Eustatius, St. Maarten, St. Martin, St. Barthelemy, Montserrat, St. Kitts und Nevis, Puerto Rico, Vieques, Culebra, US Virgin Islands, British Virgin Islands, der Dominikanischen Republik (Provinzen La Altagracia, Hato Mayor, El Seibo, Samaná, María Trinidad Sánchez, Monte Cristi, Puerto Plata, Espaillat, La Romana, San Pedro de Macorís, Santo Domingo, San Cristóbal und Monte Plata) und Teilen von Haiti.

Der erwartete Starkregen kann lebensbedrohliche Sturzfluten und Erdrutsche auslösen. Der Flugbetrieb am Flughafen Providenciales International Airport auf den Turks- und Caicosinseln wird von 06:00 Uhr Freitag bis 12:00 Uhr Sonntag (Ortszeit) ausgesetzt, auf Puerto Rico wurden 80 Flüge gestrichen. Die Meteorologen gehen davon aus, dass Erika sich nördlich von Kuba und bei den Bahamas zum Hurrikan entwickelt und dadurch zu einer Gefahr für Florida und die südliche US-Ostküste wird.

Agência latinapress wird mit einem Liveticker über die aktuellen Ereignisse rund um den Wirbelsturm berichten und bedankt sich bereits jetzt für Ihr Interesse an unserer Berichterstattung.

Liveticker vom Samstag, 29. August 2015

23:550 Uhr MESZ: Die Behörden auf Dominica haben die Zahl der Todesopfer auf 35 erhöht. Reste von Erika bewegen sich Richtung Kuba, eine eventuelle Neuformierung des Systems in ein paar Tage ist möglich. Laut Angaben des dominikanischen Zivilschutzes wurden in der DomRep und Haiti Hunderte Häuser beschädigt oder zerstörte, Tausende Menschen flüchteten in Notunterkünfte.

15:20 Uhr MESZ: Erika hat sich zur tropischen Depression abgeschwächt, zahlreiche Sturmwarnungen wurden bereits aufgehoben.

13:45 Uhr MESZ: Erika nähert sich Kuba und wird die Insel in den nächsten Stunden direkt überqueren. Die Meteorologen gehen davon aus, dass sich der Sturm abschwächt, allerdings immer noch gewaltige Mengen an Regen mitführt. Von der Dominikanischen Republik werden nur „geringe“ Schäden gemeldet, Todesopfer sind nicht zu beklagen. Nach ersten Berichten der haitianischen Regierung wurden drei Menschen beim Zusammenbruch eines Hauses im Stadtgebiet von Port-au-Prince verletzt. Hochwasser wurde aus mindestens zwei Städten gemeldet, allerdings keine großen Schäden registriert. Vier Menschen starben bei einem Verkehrsunfall, für den starke Regenfälle verantwortlich gemacht werden.

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08:25 Uhr MESZ: Das Zentrum des Sturms hat Hispaniola inzwischen überquert. Bisher gibt es keine Berichte über Verletzte oder materielle Schäden.

06:45 MESZ: In den letzten Stunden wurden rund 7.300 Personen in der Dominikanischen Republik evakuiert, 823 Häuser sind beschädigt und ein Kind wurde durch einen Stromschlag getötet. Die dominikanischen Behörden bezeichnen die bisherigen Schäden als gering. Die Regierung von Haiti hat den Flugverkehr im ganzen Land ausgesetzt, im Südwesten wurden über 2.000 Personen evakuiert. Aus der Hauptstadt Port-au-Prince werden kräftige Sturmböen und starke Regenfälle gemeldet. Die Flughäfen in der Dominikanischen Republik melden „leichte Beeinträchtigungen“, lediglich der Flugverkehr nach Haiti wurde komplett ausgesetzt.

05:00 MEZS: In einer Fernsehansprache gab Dominicas Premierminister Roosevelt Skerrit am späten Freitagabend bekannt, dass die Schäden durch den Sturm die Insel 20 Jahre zurückgeworfen haben. „Das Ausmaß der Zerstörung ist monumental. Es ist viel schlimmer als erwartet. Dies ist eine Zeit der nationalen Tragödie“, so Skerrit und fügte hinzu, dass Hunderte von Häusern, Brücken und Straßen total zerstört wurden. Die Flughäfen der Insel bleiben geschlossen und die Behörden sind immer noch nicht in der Lage, einige vom Hochwasser und durch Erdrutsche von der Außenwelt abgeschlossene Gemeinden zu erreichen. Auf Puerto Rico hat der Sturm mehr als 16 Millionen US-Dollar Schäden an Kulturen, einschließlich Mehlbananen, Bananen und Kaffee, hinterlassen.

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