Französisch-Guayana: Esa schießt zwei neue Galileo-Satelliten ins All

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Aufbau von Europas Satellitennavigationssystem Galileo schreitet nun rasch voran (Foto: esa)
Datum: 11. September 2015
Uhrzeit: 12:55 Uhr
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Autor: Redaktion
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Europas eigenständiges Satellitennavigationssystem Galileo hat heute einen weiteren Schritt hin zu seiner vollständigen Errichtung vollzogen: Die Galileo-Satelliten 9 und 10 konnten am 11. September um 4.08 Uhr MESZ (10. September 23.08 Uhr Ortszeit) von Europas Raumflughafen in Französisch-Guayana aus an Bord einer Sojus-Trägerrakete in den Weltraum starten. Sämtliche Stufen der Sojus funktionierten einwandfrei, und die Fregat-Oberstufe setzte die Satelliten 3 Stunden und 48 Minuten nach dem Start in ihrer Zielbahn in 23.500 km Höhe aus.

„Der Aufbau von Europas Satellitennavigationssystem Galileo schreitet nun rasch voran“, so ESA-Generaldirektor Johann-Dietrich Wörner. „Mit der stetig wachsenden Zahl von Satelliten im Weltraum und neuen Bodenstationen in aller Welt wird Galileo bald eine globale Realität werden. Der Tag, an dem wir die volle Einsatzkapazität erreicht haben werden, ist nicht mehr weit und es wird ein großer Tag für Europa sein.“

Zwei weitere Galileo-Satelliten sollen noch vor Ende dieses Jahres gestartet werden. Sie wurden zuvor im Europäischen Zentrum für Weltraumforschung und -technologie (ESTEC) der ESA im niederländischen Noordwijk vollständig getestet und auch die beiden nachfolgenden Satelliten stehen dort bereits auf dem Prüfstand. Weitere Galileo-Satelliten werden zurzeit von der OHB in Bremen gefertigt, während die Navigationsnutzlasten von dem britischen Unternehmen Surrey Satellite Technology Ltd. geliefert werden. Darüber hinaus sind mehrere Zulieferer aus ganz Europa an dem Vorhaben beteiligt.

Im kommenden Jahr wird der Aufbau von Galileo noch rascher voranschreiten, da dann eine speziell angepasste Ariane-5-Trägerrakete zum Einsatz kommen wird, mit der mit einem einzigen Start statt der bisher üblichen zwei Satelliten nun vier auf einmal in ihre Umlaufbahnen befördert werden können.

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