Grenzkonflikt: Guyana beschuldigt Venezuela bei den Vereinten Nationen

granger

Präsident David Granger bei seiner Rede vor der UN-Vollversammlung (Foto: un.org)
Datum: 30. September 2015
Uhrzeit: 13:01 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

In seiner Rede vor der UN-Vollversammlung hat Guyanas Präsident David Granger am Dienstag (29.) Venezuela beschuldigt und heftig kritisiert. Im von Präsident Nicolás Maduro initiierten Grenzkonflikt beschuldigte er Caracas der „Einschüchterung und Aggression“, sowie der „grenzübergreifenden Belästigung“. Mit großem Aufwand hatte Maduro vor mehreren Wochen einen Konflikt mit Guayana zu inszenieren versucht und gab sein Vorhaben wegen Erfolglosigkeit bereits wenig später wieder auf. Der Chaot aus dem Miraflores hatte nicht damit gerechnet, dass die meisten Venezolaner ein recht unemotionales Verhältnis mit dem Nachbarland Guayana pflegen, weshalb das Schüren nationalistischer Gefühle nicht zündete und inzwischen ein Grenzkonflikt mit Kolumbien initiiert wurde. Die an Brasilien, Venezuela und Suriname grenzende Kooperative Republik Guyana hat als britisches Kolonialerbe auch die Grenzkonflikte mit den Nachbarstaaten übernommen. Venezuela, Nachbar im Westen, beansprucht das gesamte Gebiet westlich des Essequibo. Ein im Jahre 1899 von einer internationalen Vermittlungskommission gefällter Schiedsspruch, der damals von Venezuela angenommen wurde, bestimmt die heutigen Grenzen.

„Es gab eine Reihe von Angriffshandlungen des Präsidenten von Venezuela gegen mein Land“, so Granger. Nach seinen Worten ist Venezuela viermal größer als die ehemalige britische Kolonie, die venezolanischen Streitkräfte 40 mal größer/stärker. „Im Bewusstsein ihrer Überlegenheit und militärischen Stärke und unter Missachtung ihrer Verpflichtungen als Mitgliedsstaat der Vereinten Nationen verfolgt Präsident Maduro einen Weg der Einschüchterung und Aggression. Die ganze Welt – mit Ausnahme der Bolivarischen Republik Venezuela – respektiert und anerkennt unsere Grenzen. Wir brauchen eine dauerhafte Lösung, um das Schicksal der ewigen Gefahr und Armut zu vermeiden. Guyana sucht deshalb eine juristische Beilegung dieser Kontroverse“, bekräftige das Staatsoberhaupt.

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2016 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.
  1. 1
    gringo

    Richtig so!!

  2. 2
    kefchen

    maduro verliert überall nicht nur in Venezuela!!!

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!