Parlamentswahlen in Venezuela: Nicolás Maduro will Ergebnisse schriftlich anerkennen

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Maduro während der Ausstrahlung der Sendung "In Kontakt mit Maduro" (Foto: TV-Screen)
Datum: 07. Oktober 2015
Uhrzeit: 16:25 Uhr
Leserecho: 9 Kommentare
Autor: Redaktion
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Im südamerikanischen Land Venezuela sind für den 6. Dezember 2015 Parlamentswahlen geplant. Ob ein ordnungsgemäßer Verlauf des Urnengangs und der nach gegenwärtigen Umfragen höchstwahrscheinliche Machtwechsel im Parlament ohne Gewalt und Blutvergießen garantiert werden können, ist mehr als fraglich. Angesichts der sich abzeichnenden Niederlage hat auch Präsident Nicolás Maduro seine Scheuklappen abgelegt und offenbar sein stark eingeschränktes Gesichtsfeld erweitert. Am Dienstag (6.) räumte der regierende Ex-Busfahrer ein, dass die Regierungspartei „vor den schwierigsten Parlamentswahlen in ihrer Geschichte“ steht. Nach seinen Worten ist er bereit, „die Ergebnisse zu respektieren“.

„Das Fehlen des verstorbenen Hugo Chávez und der gegen uns geführte Wirtschaftskrieg machen die bevorstehenden Parlamentswahlen zu den schwierigsten der Geschichte. Nur wir können die Schwierigkeiten/Krise in unserem Land überwinden. Mit der Bourgeoisie kamen Chaos und Gewalt. Wenn die Revolution die Wahlen am 6. Dezember verliert, ist es wahrscheinlich, dass im Laufe der kommenden Monate und Jahre das Gesicht der Revolution einen anderen Charakter annimmt“, so Maduro während der Ausstrahlung der Sendung „In Kontakt mit Maduro“.

Nach seiner Meinung befindet sich die Revolution in einem Prozess der tiefgreifenden Erneuerung. „Helfen Sie uns, diese Wahlen zu gewinnen. Dann werden Sie ein klares Wirtschaftswunder sehen, denn wir werden die Krise überwinden“, so Maduro, dessen Popularität bei der Bevölkerung knapp über 20% liegt. Maduro ist nach eigenen Worten bereit, „im Namen aller patriotischen Kräfte“ ein Dokument zu unterzeichnen und dem Nationalen Wahlrat (CNE) zu übergeben. Darin will er sich verpflichten, die Ergebnisse der Parlamentswahlen anzuerkennen. Er forderte die Opposition dazu auf, das gleiche zu tun.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    VE-GE

    Wenn man das Wahlrgebnis bereits kennt kann man schon grosse Reden schwingen!

  2. 2
    der Sachse

    Ich hoffe die „Roten“ erleben ihr „blaues Wunder“. Die Begruendung fuer eine „problematische Parlamentswahl“ ist schon hirnrissig und geht total an der Realitaet vorbei. Wer sind denn diese „Brutalos“? nDoch MadBurro&.Co., so sieht das doch aus.

  3. 3
    Caramba

    Und wieder das Märchen von den freien Wahlen……
    Ich hab die 2012 miterlebt, die war schon grenzwertig, was Pressefreiheit, Sendezeit etc angeht. Die bei der Maduro „gewonnen“ hat, war ganz klar und für jeden (ausser den Chavistas) ersichtlich getürkt (warum sagt man wohl getürkt….hm, anderes Thema).
    Warum glaubt irgendwer, diesmal würde es anders laufen?
    Abgesehen davon, dass sie diesmal vorher wissen, dass sie fälschen müssen, und vermutlich besser vorbereitet sind.
    Obwohl, wer weiss, Planen ist ja nicht die venezolanische Stärke….vielleicht läufts also wieder so plump wie letztes Mal, Chavistas, die mit einem Bündel von 100 Ausweisen kommen, Guardia begleitet die Leute zum Wählen, Chavistas werden Busweise von einem Wahllokal zum nächsten gefahren, die Toten stehen auf und wählen Maduro….usw.
    62% sag ich nur…..

    • 3.1
      der Reisende

      62 % das ist genau die richtige Prognose die rote Bande wird wieder gewinnen und die Opposition die Wunden lecken und die nicht vorhandenen BOLAS suchen um am Montagmorgen wieder für 1 Kilo Reis 5 Stunden in der prallen Sonne anzustehen.
      Und genau so wird es dann in den nächsten 4 Jahre weitergehen.

      • 3.1.1
        Caramba

        Diieee Opposition…..
        wird lamentieren und Betrug schreien, dutzende Beweise bringen, im Ausland um Hilfe rufen (die nicht kommen wird, wen interessiert das schon), dann wird die liebe Wahlbehörde alles gründlichst untersuchen – und feststellen, dass alles rechtmässig gelaufen ist.
        Ende der Geschichte.
        Wetten?

    • 3.2
      annaconda

      Es wird wieder kräftig in der Trickkiste gestöbert ,der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.Sie haben die Grenzen zu Kolumbien geschlossen,mit Terror tausende von Kolumbianer zwangsdeportiert,deren Menschenrechte mit Füssen getreten.Nun müssen sich die verbleibenden Kolumbianer in einen „plan für den Frieden“ registrieren,der ihnen angeblich erlaubt ihre Imigrantensituation zu legalisieren.Klar,aber nur wenn sie für die Regierungspartei wählen.Ansonsten droht Ausweisung,Zwangsdeportation und Zerstörung ihres Hab und Guts in Venezuela.So manch einer wird da für die Halunken stimmen müssen.Schon 2004 fand eine Massennationalisierung von Kolumbianern statt,dass gab Chavez die fehlenden Stimen.

  4. 4
    Lutze

    ich stehe nicht auf der seite von maduro, aber ich finde dass man als „internetzeitung“ journalistische arbeit betreibt und bekanntlich sollte journalismus unparteiisch sein. latina-press is das absolut nicht, in jedem beitrag über venezuela und maduro wird beleidigt und partei ergriffen. geht mir langsam auf die nerven diese „zeitung“.

    • 4.1
      annaconda

      Lutze,einfach nicht lesen! Und sich selber ein Bild vor Ort machen.Partei ergreifen oder die Realitäten darstellen?!? Wie #Sachse empfiehlt höre Maduros Reden und beurteile seine Taten selbst! Oder lebe besser gesagt , überlebe in Venezuela so bist du nicht auf journalistische Arbeiten angewiesen um dir ein Bild zu machen.Nur in meinem geografischen Radius , in welchem ich mich seit 30 Jahren bewege , sehe ich tagtäglich die Verschlechterungen und das Elend,welche durch ein paar Gauner,welche sich als Revolutinäre verkleiden,verursacht werden.Viele Junge Menschen,aber auch Lehrer,Uniprofessoren müssen emigrieren um zu überleben.Familien zerstört,ein ganzes Land ruiniert,das ist keine ideologische Debatte.Die Fakten und Zahlen sind erdrückend,mit oder ohne Emotionen.

  5. 5
    der Sachse

    Dann hoere Dir mal seine Reden im Radio und auf seinen Verantstaltungen an. Diese strotzen vor Beleidigungen, Luegen, Groessenwahn!!!!! Journalismus muss parteilich sein, objektiv (nicht zensiert und manipiliert) und wahr!!!!! Das ist nur zum Teil auf der Welt so. Die Menschen, die in diesen Forum ihre Meinungen kundtun, sind emotional, wuetend, gedemuetigt. Ich weis nicht wo „Lutze“ wohnt. In Venezuela lebe ich seit 9 Jahren. Es ist ein schoenes Land mit viel Potential. Wenn ich auf Arbeit gehe fruehmorgens, habe ich keine wie und ob ich am Abend wieder nach hause komme. Das ist hier Normalitaet geworden. Diese Gedanken, Aengste verdraenge ich, verdraengen wir alle hier, sonst werden wir verrueckt. Wir wissen die Gruende, warum es seit 16 Jahren mit diesem schoenen Land so schlecht geht, das aeussert sich auch emotional in unseren Kommentaren gegeg MadBurro &. Co. Das musste mal raus, fuer Leute, die diese Lebensumstaende hier nicht kennen oder in ihrer Parallelwelt leben.

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