Brasilien: Unaufhaltsamer Abstieg Richtung Ramschniveau

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Schwere Zeiten für Präsidentin Rousseff (Foto: Archiv)
Datum: 15. Oktober 2015
Uhrzeit: 17:40 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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Die Ratingagentur Fitch hat am Donnerstag (15.) die Kreditwürdigkeit Brasiliens wegen der anhaltenden Wirtschaftskrise von „BBB“ auf „BBB-“ und damit fast auf Ramschniveau“ gesenkt. Der negative Ausblick würde zudem dazu führen, dass im kommenden Jahr ein weiterer Downgrade folgen könnte. Bereits am Mittwoch (9. September) hatte die amerikanische Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) das Länderrating von Brasilien um eine Stufe (BBB-) auf „BB+“ herabgestuft. Damit liegt die Kreditwürdigkeit der größten Volkswirtschaft Lateinamerikas auf Ramschniveau. S&P war damit die erste Agentur, die Brasilien in den spekulativen Bereich des „Junk“ stufte. Kurz darauf wurde bekannt, dass ebenfalls das Rating von 13 Banken auf „BB+“ herabgestuft wurde.

Die schlechte Nachricht dürfte die Krise in der Regierung von Dilma Rousseff weiter verschärfen. Das Staatsoberhaupt, dessen Popularität bei der Bevölkerung nach jüngsten Umfragen bei gerade noch bei 7% liegt, steht vor einem „perfekten Sturm“ mit wirtschaftlicher Rezession (2,5% bis Ende des Jahres), hoher Inflation (9,56% nach 12 Monaten) und steigender Arbeitslosigkeit (7,5%). Hinzu kommen die Ermittlungen im größten Korruptionsskandal in der Geschichte des Landes.

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  1. 1
    Herbert Merkelbach

    Und das Damoklesschwert einer Amtsenthebung schwebt auch noch über ihr.

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