Hilfe für Haiti: Kuba hilft mit langem Atem

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Datum: 25. April 2010
Uhrzeit: 10:37 Uhr
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Autor: Redaktion
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Die Medienberichterstattung über die medizinische Hilfe Kubas nach dem zerstörerischen Erdbeben auf Haiti im Januar dieses Jahres waren sehr spärlich. Die Internationale Presse behauptete wiederholt, die Dominikanische Republik habe als erste Nation Erste Hilfe geleistet, erwähnte allerdings in keinster Weise, dass Kuba bereits seit 1998 eine Ärztebrigade mit rund 400 Ärzten und medizinischem Personal auf Haiti, dem ärmsten Land in der westlichen Hemisphäre, im Einsatz hatte. Bereits Minuten nach dem Beben waren diese bereits im Einsatz.

Bereits vor dem Beben hatte die kubanische Ärztebrigade in Haiti, das sich die Karibikinsel Hispaniola mit der Dominikanischen Republik teilt, eine funktionierende medizinische Infrastruktur aufgebaut. Deshalb retteten die Mediziner bereits Leben, als sich die Hilfe anderer Staaten noch im Stadium der Planung befand. In der schwer zerstörten Hauptstadt Port-au-Prince errichteten sie sofort ein Nothospital sowie ein weiteres Zelthospital in einem anderen schwer verwüsteten Stadtteil. Wenige Stunden nach Beurteilung des Ausmasses der Katastrophe flogen 60 Ärzte des Kontingents „Henry Reeves“ mit Medikamenten, Operationsmaterial, Plasma und Lebensmitteln in das Erdbebengebiet und leisteten einen wertvollen Beitrag zur Erstversorgung der Schwerstverletzten.

Ohne Zweifel wurde Haiti von internationaler Hilfe geradezu überschwemmt. Die Medien überschlugen sich mit Meldungen und wetteiferten dabei um die Höhe der Spendengelder. Totgeschwiegen wurde von der Medienhysterie, dass bereits in den ersten 72 Stunden nach dem Erdbeben kubanische Ärzte/innen die wichtigste medizinische Hilfe im Land leisteten. In den ersten 24 Stunden nahmen sie bereits mehr als 1.000 chirurgische Noteingriffe vor, wandelten ihre Wohnungen in Kliniken um und unterhielten damit die einzigen medizinischen Zentren überhaupt. Auch wenn die Aktionen für Haiti immer mehr einer Propagandakampagne für die Spendenfreudigkeit der reichsten Länder gleichen, werden Kubas Ärzte noch in Haiti arbeiten, wenn Haiti längst wieder aus den internationalen Schlagzeilen verschwunden ist.

Wenn Sie Kuba bei seiner Hilfe für Hait helfen wollen, spenden Sie bitte unter dem Stichwort
„Ärztebrigade in Haiti“ :

Spendenkonto bei der Postbank Köln
Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba
Konto 307 984 507, BLZ 370 100 50

Abzugsfähige Spendenquittungen sind über die Geschäftsstelle erhältlich:
Maybachstr. 159, 50670 Köln
Tel. 0221-2405120, Fax 0221-6060080.

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