Airport-Ranking: In Venezuela und Haiti gibt es die schlimmsten Flughäfen der Welt

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Der Flughafen Caracas verfügt über zwei Terminals (national und international), die durch einen Fußgängersteig verbunden sind (Fotos: Aéroport-international-Toussaint-Louverture/aeropuertos.net)
Datum: 22. Oktober 2015
Uhrzeit: 13:46 Uhr
Leserecho: 3 Kommentare
Autor: Redaktion
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Seit fast zwanzig Jahren bewerten Reisende beim Internetportal „SleepingInAirports“ verschiedene Flughäfen nach Schlafkomfort, sowie Dienstleistungen und Annehmlichkeiten (Sauberkeit, Service und Komfort), die von den Betreibergesellschaften der Airports für einen Zwischenstopp angeboten werden. Jährlich werden zudem die Top- und die Flop-Airports weltweit gekürt. Unter den „Flop Ten“ befinden sich auch zwei lateinamerikanische Flughäfen.

venezuela

Im Ranking der „Worst Airports 2015“ belegt der Flughafen Caracas (Aeropuerto Internacional de Maiquetía “Simón Bolívar”) den fünften Rang. Glaubt man den Umfrageteilnehmern des Votings 2015, ist der 14 Kilometer nordwestlich der venezolanischen Hauptstadt liegende Flugplatz chaotisch, unangenehm und langweilig. Bemängelt wurden das Fehlen von Stühlen, schmutzige Toiletten – und die geringe Qualität des Essenangebots/Lebensmittel. Nutzer berichten von unhygienischen Bedingungen und neugierigen Polizisten. „Ich war schon an vielen Flughäfen, aber dieser Flughafen weist das größte Chaos auf – egal ob du auf dem internationalen oder inländischen Flughafen unterwegs bist“, schreibt ein Reisender.

haiti

Rang sechs belegt der „Aéroport international Toussaint Louverture“ im Norden der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince. Die User der Internet-Community bemängeln die herrschende schwüle Hitze, Mangel an Stühlen und eine Reihe von nicht vertrauenswürdigen Mitarbeitern. Ruhe und Komfort sind hier dezidiert nicht vorhanden, ebenso werden die Wasch/Toilettenräume nur sporadisch gereinigt. Die Gepäckträger werden als übermäßig aggressiv bezeichnet, Gepäck und Wertsachen sollte der Passagier niemals aus den Augen lassen. Als gute Nachricht werden aktuelle Renovierungsarbeiten bezeichnet, die ein bisschen Hoffnung für die Zukunft geben. „Ich war hier für 8 Stunden gestrandet – 95 Grad und keine Klimaanlage. Die Einheimischen brüllten wegen der Wartezeit“, empört sich ein Fluggast.

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  1. 1
    kefchen

    dem kann ich beipflichten in Caracas ist ein abartiger schlimmer flughafen unsauber und teuer dazu

  2. 2
    Gast

    Gepäck und Wertsachen sind bei Zoll und Polizei in guten Händen.
    Da sind Malandros ja noch Engel gegen das Pack.

  3. 3
    Martin Bauer

    Den Flughafen von Maiquetia konnte ich nun wirklich oft und ausgiebig kennenlernen. Und es gibt bestimmt viele Ansatzpunkte zu Kritik. Jedoch, abgesehen von der kriminellen Abhocke durch die wohl weltweit einzigartig überhöhten Gebühren, welche die Preise der von hier abgehenden Flüge horrend in die Höhe treiben, kann ich den Bericht kaum bestätigen. Allerdings beschränken sich meine Erfahrungen auf das internationale Terminal.

    Im ersten Stock der Abflughalle isst man ausgesprochen gut und inzwischen auch wieder preisgünstig. Die Toiletten sind sauberer als die der meisten Restaurants des Landes. Zoll Kontrollen waren zumeist lasch. Und wenn nicht, dann zumindest korrekt (Meine Frau, als einheimische Morena, hat da allerdings schon ganz andere Erfahrungen gemacht!). Wertvolles Sondergepäck wurde stets mit gebührender Aufmerksamkeit separat behandelt und korrekt ausgehändigt. Und einmal musste ich, wie viele andere auch, in der Abflughalle übernachten. Hierzu wurde ein Sicherheitsbereich mit sauberen Feldbetten abgesperrt und bewacht. Gepäckwagen allerdings werden einem entrissen, sobald man sie wirklich braucht. Aber zum Glück gibt es ja kaum noch Koffer ohne Räder. Wegen mir kann die Gepäckträger-Mafia getrost verhungern.

    Im internationalen Flughafengebäude von Kairo dagegen wurde ich von Zollbeamten mit vorgehaltenen Armeegewehren ausgeraubt, unter der Androhung, mich in einer Einzelzelle verrecken zu lassen, falls ich nicht schweigend in meinen Flieger steige und verschwinde. Mir half nicht mal der Umstand, dass ich mit dem obersten Chef des ägyptischen Zolls befreundet war. „Ein mohammedanischer Offizier tut so etwas nicht“, war später sein Kommentar und das Ende unserer Freundschaft.

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