Präsidentschaftswahl in Argentinien: Opposition in Venezuela begrüßt Wahlausgang

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Daniel Scioli (links) konnte seine Enttäuschung nicht verbergen (Foto: Handout Internet)
Datum: 26. Oktober 2015
Uhrzeit: 16:43 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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In Argentinien muss der Nachfolger von Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner am 22. November in einer Stichwahl bestimmt werden. Bei der ersten Wahlrunde lagen am Sonntag (25.) der Kandidat der Regierungskoalition Daniel Scioli (58) und der liberal-konservative Oppositionspolitiker Mauricio Macri (56) nach Auszählung von 97.19% aller Stimmen überraschend dicht beieinander. Scioli, der als Favorit in die Wahl gegangen war, erreichte 36,86 Prozent der Stimmen gegenüber 34,33 Prozent Macris. „Was heute passiert, verändert die Politik dieses Landes“, erklärte Macri vor seinen Anhängern und bekräftigte, dass er sich bei einem Wahlerfolg Ende November für den politischen Gefangenen Leopoldo López in Venezuela einsetzen wird.

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Henrique Capriles, Gouverneur des Bundesstaaten Miranda und Mitzy Capriles, Ehefrau des inhaftierten Bürgermeister von Caracas (Antonio Ledezma), äußerten ihre Freude über die Anzahl der Stimmen, die Macri erringen konnte. „Das Ergebnis der Wahlen in Argentinien belegt, dass die Menschen eine Veränderung wollen“, twitterte Capriles. „An diesem Wochenende gab es klare Botschaften aus Argentinien, Kolumbien und Guatemala. Die Menschen wollen eine Veränderung – die unvermeidlich ist. Am 6. Dezember (Parlamentswahlen) wird das Licht von Venezuela aus leuchten“, bekräftigte Mitzy Capriles in den sozialen Netzwerken.

Während die größten und wichtigsten Medien in Lateinamerika das Wahlergebnis in Argentinien als ein Klatsche für den Kirchnerismus und eine Chance für den Wandel bezeichneten, verursachte der überraschende Erfolg des Oppositionskandidaten einen Schock in der kleinen und überschaubaren linken Medienlandschaft. Erst mit mehrstündiger Verzögerung konnten die meist von den jeweiligen Regierungen (Venezuela, Ecuador, Nicaragua) gesteuerten Organe sich zu der Erkenntnis durchringen, dass alle Umfrageergebnisse Lügen gestraft hatten.

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  1. 1
    Martin Bauer

    Es ist erschreckend, dass noch immer über ein Drittel der wählenden Argentinier für das linke Pack gestimmt haben, obwohl das Volk nun wirklich lange genug darunter gelitten hat. Muss man ihnen wirklich erst mit dem Hammer auf den Kopf hauen, damit die grauen Zellen im Kopf anfangen zu denken, sofern da welche vorhanden sind?

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