Anschläge in Paris: „Heute sind alle Kolumbianer Franzosen“

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Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos besucht die Botschaft Frankreichs in Bogotá und trägt sich in das Kondolenzbuch für die Opfer der Terroranschläge in Paris ein (Fotos: Presidente)
Datum: 15. November 2015
Uhrzeit: 11:13 Uhr
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Autor: Redaktion
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Bei Terrorangriffen auf die Konzerthalle „Bataclan“ und sechs weitere Orten in Paris sind am Freitag (13.) mindestens 129 Menschen getötet und über 300 verletzt worden. Frankreichs Präsident Hollande verhängte erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg den Ausnahmezustand über das ganze Land und ließ die Grenzen schließen. Das Staatsoberhaupt sprach von einer noch nie dagewesenen Serie terroristischer Anschläge, weltweit stießen die Anschläge auf Entsetzen. Führer der lateinamerikanischen Staaten haben die brutalen Anschläge in Paris auf das Schärfste verurteilt und brachten ihre Solidarität mit Frankreich zum Ausdruck. Mehrere der Opfer stammen aus Lateinamerika. Laut Senatorin Isabel Allende Bussi befindet sich unter den 129 Todesopfern Patricia San Martín, Nichte des chilenischen Botschafters in Mexiko, sowie zwei weitere Personen mit chilenischer Staatsbürgerschaft. Der aus Venezuela stammende Sven Alejandro Silva Perugini war auf dem Konzert in Bataclan und gilt nach Angaben seiner Mutter seitdem als vermisst. Das mexikanische Außenministerium bestätigte am Samstagabend (Ortszeit) den Tod von „zwei Frauen“ als Folge „der Anschläge in Paris“. Nohemi González (23 Jahre) war Studentin für Industriedesign an der Long Beach California State University und befand sich mit 16 anderen Studenten im Rahmen eines Austauschsemesters in Paris. Michelle Gil Jaime aus Veracruz (Osten) studierte an der Lyon Business School. Brasiliens Außenministerium gab offiziell bekannt, dass sich unter den Verletzten zwei Frauen mit brasilianischer Staatsbürgerschaft befinden.

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Am Samstag (14.) hat Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos die Botschaft Frankreichs in Bogotá besucht und das Kondolenzbuch für die Opfer der Terroranschläge in Paris unterzeichnet. „Heute sind alle Kolumbianer Franzosen. Unsere unendliche Solidarität“, schrieb das Staatsoberhaupt. Er bezeichnete die Anschläge als „sinnlose Tat“ gegen unschuldige Menschen, die den Freitagabend genießen wollten. „Dies ist ein Angriff gegen die ganze Welt“. In der Nacht strahlte das höchste Gebäude des Landes, der „Torre Colpatria“ in Bogotá, in den Landesfarben von Frankreich.

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