Brasilien: 399 Fälle von Mikrozephalie im Nordosten – Zika-Virus im Verdacht

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Unter Mikrozephalie versteht man eine Entwicklungsbesonderheit beim Menschen, bei der der Kopf eine vergleichsweise geringe Größe aufweist (Foto: Reproducao)
Datum: 17. November 2015
Uhrzeit: 23:04 Uhr
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Autor: Redaktion
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Brasiliens Gesundheitsminister Marcelo Castro hat am Mittwoch (11.) ein Dekret zur Ausrufung des nationalen Notstands unterzeichnet. Grund für diese Maßnahme ist der Ausbruch von Mikrozephalie im Nordosten des südamerikanischen Landes. Am Dienstagabend (17.) Ortszeit hat das brasilianische Gesundheitsministerium das erste epidemiologische Bulletin hinsichtlich Mikrozephalie herausgegeben und berichtet von einem Anstieg der Erkrankungen. Demnach wurden offiziell 399 Fälle von Mikrozephalie bei Neugeborenen in sieben Bundesstaaten im Nordosten Brasiliens registriert. Die größte Zahl an Erkrankungen wurde in Pernambuco registriert (268), dahinter folgen Sergipe (44), Rio Grande do Norte (39), Paraíba (21), Piauí (10), Ceará (9) und Bahia (8).

Unter Mikrozephalie versteht man eine Entwicklungsbesonderheit beim Menschen, bei der der Kopf eine vergleichsweise geringe Größe aufweist. Der Kopfumfang ist hierbei 3 Standardabweichungen geringer als der Mittelwert für einen Menschen gleichen Alters und Geschlechts. Mikrozephalie geht für den Betroffenen mit einer geistigen Behinderung einher, deren Intensität vom Ausmaß und von den Begleitfehlentwicklungen abhängt. Die Inzidenz beträgt 1,6 auf 1.000 Geburten.

Update, 18. November

Laut dem Gesundheitsministerium in Brasília (Abteilung übertragbare Krankheiten) wurde bei zwei schwangeren Frauen im Bundesstaat Paraiba das Zika-Virus diagnostiziert. Nach Untersuchung des Fruchtwassers (drei verschiedene Labortechniken) wurde festgestellt, dass beide Föten an Mikrozephalie leiden.

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