Drogenskandal um Präsidentenfamilie von Venezuela: Volksverdummung nicht erwünscht

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Juan Pablo Villalobos Isidoro Guanipa, Regionalkoordinator der Partei Primero Justicia im Bundesstaat Zulia (Foto: Guanipa)
Datum: 18. November 2015
Uhrzeit: 17:02 Uhr
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Autor: Redaktion
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Zwei Neffen der Ehefrau des venezolanischen Präsidenten sind am Dienstag (10.) in Haiti festgenommen und in die USA überführt worden. Beide werden in New York angeklagt, Transport von Kokain über Honduras in die USA vorbereitet zu haben. Die US-Behörden haben dam Freitag (13.) betont, dass die Festnahme keine politische Verbindung habe und die Beschuldigten wegen Fluchtgefahr bis zur gerichtlichen Anhörung am 2. Dezember in Untersuchungshaft bleiben. Die Verstrickung von Angehörigen der Präsidentenfamilie wird in Zeiten bevorstehender Parlamentswahlen vom Links-Regime totgeschwiegen, die Opposition fordert eine Ende des Stillschweigens und der Volksverdummung.

„Dass in Venezuela eine Unschuldsvermutung als Grundrecht gilt, darin sind wir uns einig. Fakt ist, dass zwei junge Venezolaner in Haiti im Besitz einer großen Menge von Drogen waren. Sie wurden deshalb festgenommen und diese Tatsache ist skandalös. Noch skandalöser ist das Schweigen der nationalen Regierung und die Tatsache, dass die Festgenommenen Teil der venezolanischen Präsidentenfamilie sind, ungerechterweise auf Immunität plädierten und Diplomatenpässe vorgelegt haben. Dieser Fall ist um die ganze Welt gegangen und was passiert in Venezuela? Diese Regierung ist rechenschaftspflichtig und wir haben es satt, dümmliche und falsche Anschuldigungen (Angriff des Imperiums) diesbezüglich zu hören.

In jedem Land der Welt würde das Parlament Informationen von der Regierung verlangen, in Venezuela untersteht die Mehrheit der Abgeordneten der regierenden Partei. Statt ihre verfassungsmäßigen Pflichten wahrzunehmen, herrscht Schweigen. Dies ist genau das, was wir ändern wollen. Die Bürger unseres Landes sind es leid, permanent unter dieser katastrophalen Regierungspolitik zu leiden. Die Beamten dieser sogenannten Revolution haben unsere natürlichen Ressourcen geplündert und eine Wirtschaftskrise von riesigen Ausmaßen verursacht. Wir sind auch müde, dass dieses Regime ständig Ziel von internationalen Ermittlungen ist. Venezuela ist ein großes und wunderbares Land, welches diese Regierung nicht verdient hat. Wir sind davon überzeugt, dass der 6. Dezember der Beginn einer Änderung ist“, erklärt Juan Pablo Villalobos Isidoro Guanipa, Regionalkoordinator der Partei Primero Justicia im Bundesstaat Zulia.

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