Krise vertieft in Brasilien: Rezession Gefahr für Lateinamerika

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Schwere Zeiten für Präsidentin Rousseff (Foto: Roberto Stuckert Filho/Presidência da República)
Datum: 02. Dezember 2015
Uhrzeit: 11:41 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Das südamerikanischen Land Brasilien befindet sich weiter tief in der Rezession. Der Niedergang der Wirtschaftsleistung ist die schlimmste seit 80 Jahren, der starke Rückgang des Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 4.5% (Juli bis September im Vergleich zum dritten Quartal des Jahres 2014) und ein Anstieg der Arbeitslosigkeit auf acht Prozent sind eine Gefahr für ganz Lateinamerika. Als besonders schlimm wird bezeichnet, dass es keine Wachstumsaussichten auf kurze Sicht gibt.

Brasilien war ein Jahrzehnt lang der Motor der regionalen Entwicklung bis zu dem Punkt, als Allianzen mit anderen Ländern wie Russland, Indien, China und Südafrika (BRICS) geschmiedet wurden. Der Zusammenbruch des Wirtschaftswachstums des südamerikanischen Riesen gegenüber dem Vorjahr ist der schlimmste seit dem Jahr 1996, wie aktuelle Daten des brasilianischen Instituts für Geographie und Statistik (IBGE) enthüllen. Als dramatisch wird der Anstieg der Arbeitslosigkeit auf 8% bezeichnet und Experten schließen eine weitere Steigerung nicht aus.

„Die Wirtschaft Brasiliens wird auch in den kommenden Quartalen nicht wachsen. Wir haben noch längst nicht die Talsohle erreicht. Bis Mitte 2016 wird alles noch viel schlimmer“, analysiert André Perfeito, Chefökonom bei „Gradual Investimentos“ in Sao Paulo.

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