Kolumbien: Terrororganisation FARC erzwingt 150 Schwangerschaftsabbrüche

farc

Terrorgruppe führt seit 1964 einen bewaffneten Kampf gegen den kolumbianischen Staat (Foto: FARC)
Datum: 13. Dezember 2015
Uhrzeit: 00:09 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Die kolumbianische Terrororganisation FARC steht in Verdacht Frauen zu Abtreibungen gezwungen zu haben. Ermittelt wird in über 150 Fällen. Laut Angaben des Generalstaatsanwaltes sind die weiblichen Angehörigen der linksgerichteten kriminellen Vereinigung zum Schwangerschaftsabbruch genötigt worden, um ihre Einsatzfähigkeit bei Kämpfen zu gewährleisten.

Von der FARC wurden die Vorwürfe in der Vergangenheit zurück gewiesen. Allerdings sollen 150 ehemalige FARC-Mitstreiterinnen nun die erzwungenen Abtreibungen bestätigt haben. Generalanwalt Eduardo Montealegre spricht von Beweisen, die das Vorgehen der FARC belegen, den Schwangerschaftsabbruch als Mittel verwendet zu haben, um die Frauen weiterhin für den Kampf einsetzen zu können. Die Truppenstärke wird von der kolumbianischen Regierung auf 8.000 geschätzt. Etwa ein Drittel von ihnen sollen Frauen sein.

Seit fünf Jahrzehnten sorgt die linksgerichtete FARC in Kolumbien für Terror, Schrecken und Tote. Ex-Präsident Álvaro Uribe hat sie einem Interview in Chile als „größtes Kokainkartell der Welt“ bezeichnet und die Attacken mit denen der Al-Quaida verglichen. Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos wirft er angesichts der in Kuba geführten Friedensgespräche vor, „Amigo“ der Terroristengruppe zu sein. Er spricht sich zudem dafür aus, nicht die „kleineren“ Mitläufer der Gruppe zu einzusperren, sondern deren Anführer.

Verhandelt wird in Kuba seit über drei Jahren ein Friedensvertrag zwischen Staat und FARC, bei dem es ebenso um Strafverfolgungen geht. Nach einer jüngsten Studie haben sich 61 Prozent der Befragten für eine Volksabstimmung über eine eventuelle Übereinkunft zwischen Staat und FARC ausgesprochen. Von denjenigen, die angegeben haben an einer Volksabstimmung teilzunehmen, haben sich zudem 61 Prozent für einen Friedensvertrag ausgesprochen. Abgelehnt wird hingegen von 77 Prozent der Befragten eine Aufnahme der FARC-Anführer in die Politik und von 72 Prozent eine Aufnahme der Kämpfer in den kolumbianischen Streitkräften.

Angestrebt wird, die Friedensgespräche noch vor dem 23. März 2016 abzuschließen. Von der kolumbianischen Repräsentantenkammer ist am 3. Dezember zudem bereits mit 86 gegen drei Stimmen ein Referendum befürwortet worden.

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2016 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.
  1. Einfach die Hoden der Väter entfernen. Die werden dann noch kampfkräftiger und schwächen nicht mehr leichtfertig die Kampfkraft ihre wackeren Mitstreiterinnen.

    Im übrigen hält sich mein Mitleid mit den Beinahe-Mamis in Grenzen, da es sich um mordende Terroristinnen einer militanten Drogengang handelt.

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!