Mercosur-Gipfeltreffen: Keine uneingeschränkte Demokratie in Venezuela

mercosul

Der Mercosur konstituierte sich durch Unterzeichnung des Vertrages von Asunción vom 26. März 1991(Foto: mercosul)
Datum: 22. Dezember 2015
Uhrzeit: 09:44 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Beim Mercosur-Gipfeltreffen im paraguayischen Asunción ist es zu weiteren Missstimmungen zwischen Argentinien und Venezuela gekommen, nachdem Argentiniens Präsident Mauricio Macri die sofortige Freilassung der politischen Gefangenen in dem sozialistischen Staat gefordert hat. Die venezolanische Außenministerin Delcy Rodríguez hat Macri wiederum vorgeworfen, sich für Gewalt einzusetzen.

Schon während seiner Wahlkampagne hatte Macri seine kritische Position gegenüber Venezuela deutlich gemacht. Bei dem Treffen der Mercosur-Staatschefs hat er nun in seiner öffentlichen Ansprache in einem weniger diplomatischen Ton seinen Standpunkt vertreten. In den Staaten des „Gemeinsamen Marktes Südamerikas“ dürfe es keinen Platz für politische Verfolgungen aus ideologischen Gründen geben und auch keinen Freiheitsentzug für diejenigen, die anders denken, so Macri. Er unterstellte Venezuela zudem, abgesehen von Wahlen, keine uneingeschränkte Demokratie zu sein.

Venezuelas Außenministerin Delcy Rodríguez konterte in scharfem Ton, dass er sich in die inneren Angelegenheiten ihres Landes einmische und die „politische Gewalt“ verteidige. Dabei hielt sie ein Foto von Leopoldo López hoch, das diesen bei den Demonstrationen Anfang 2014 zeigt. López ist unter dem Vorwurf, die gewalttätigen Proteste mit über 40 Todesopfern angestiftet zu haben, zu knapp 14 Jahren Haft verurteilt worden.

Auch Paraguays Präsident Horacio Cartes hat in seiner Eröffnungsansprache zum 49. Mercosur-Gipfel zur Einhaltung der Menschenrechte aufgerufen. Venezuela ist seit 2012 Mitglied des Blockes, hat bisher allerdings nicht das Protokoll zur Stärkung und zum Schutz der Menschenrechte in den Mercosur-Staaten unterschrieben.

Angeschnitten wurden die Respektierung demokratischer Einrichtungen und der Menschenrechte ebenso in der Abschlußmitteilung des Gipfels. Darüber hinaus hieß es einmal mehr, dass das regionale Modell zur wirtschaftlichen Entwicklung gestärkt und der Handel innerhalb des Blockes erleichtert werden soll.

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2016 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.
  1. 1
    jean valentin

    schlecht, verlogen und verkommen, egal an welcher stelle das hemd ihren körper berührt, diese chavisten

  2. 2
    Gast

    Es sind die letzten Versuche einer Reinwaschung wie Paulus.
    Aber auch Sie wird über den Jordan gehen,wie Ihre roten Brüder.
    Starten Wir ins neue Jahr mit Hoffnung und Bangen was da auf uns zukommt.
    Schöne Weinachten auch an latina-press.

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!