Brasilien: Olympische Spiele und das Zika-Virus

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Im südamerikanischen Land wurden seit Oktober vergangenen Jahres fast 4.000 Babys oder Föten mit der schweren Schädelfehlbildung Mikrozephalie registriert (Foto: MinisterioSaude)
Datum: 25. Januar 2016
Uhrzeit: 12:10 Uhr
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Autor: Redaktion
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Das für Babys potenziell gefährliche Zika-Virus verursacht schwere Geburtsschäden und führt zu wachsender Besorgnis in Brasilien und im Ausland. Im südamerikanischen Land wurden seit Oktober vergangenen Jahres fast 4.000 Babys oder Föten mit der schweren Schädelfehlbildung Mikrozephalie registriert, 2014 kamen lediglich 147 Babys mit der Entwicklungsbesonderheit zur Welt. Anlässlich der zwischen dem 5. und 21. August 2016 in Rio de Janeiro stattfinden Olympischen Sommerspiele haben die Behörden Pläne angekündigt, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Das natürliche Vorkommen liegt im tropischen Afrika und es wird angenommen, dass das Virus durch Stechmücken der Arten Aedes africanus, Aedes apicoargenteus, Aedes luteocephalus, Aedes vitattus, Aedes furcifer und Aedes aegypti übertragen wird. Um die Mückenbrutstätten loszuwerden, werden Inspektionen der olympischen Einrichtungen vier Monate vor Beginn der Spiele beginnen. Tägliche Kontrollen sollen auch während des Mega-Events durchgeführt werden. Das brasilianische Gesundheitsministerium wies auf die Tatsache hin, dass die Spiele im relativ kühlen und trockenen Monat August stattfinden. In diesem Zeitraum gibt es deutlich weniger Fälle von den durch die Moskitos übertragenen Krankheiten, die Gefahr für Athleten und Besucher hinsichtlich einer Infektion wird als geringer eingestuft.

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Die US-amerikanische Gesundheitsbehörde „Centers for Disease Control and Prevention (Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention) hat Schwangeren von Reisen in die vom Zika-Virus betroffenen Gebiete abgeraten. Wie die Behörde mitteilte sollten die Länder gemieden werden, in denen der Erreger momentan auftritt. Dabei handelt es sich laut der Behörde um folgende Staaten: „Brasilien, Kolumbien, El Salvador, Französisch-Guayana, Guatemala, Haiti, Honduras, Mexiko, Panama, Paraguay, Puerto Rico, Suriname, Venezuela sowie die Karibikinsel Martinique, Barbados, Bolivien, Ecuador, Guadeloupe, Saint Martin, Guyana, Kap Verde und Samoa“. Die Behörde wies darauf hin, dass es bisher keinen Impfstoff zur Behandlung der Infektionen gibt.

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