Brasilien: Direkter Zusammenhang zwischen Mikrozephalie und Zika immer wahrscheinlicher

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Nach Ansicht der Wissenschaftler verstärkt sich der Verdacht eines direkten Zusammenhang zwischen Mikrozephalie und Zika (Foto: GoB)
Datum: 04. Februar 2016
Uhrzeit: 18:47 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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Eine Studie über die ersten 12 Fälle von Mikrozephalie bei Neugeborenen im brasilianischen Bundesstaat Pernambuco hält fest, dass alle 12 Babys auch das Zika-Virus im Blut hatten. Weitere 28 Fälle werden derzeit untersucht. Die Studie wurde vom Institut „Aggeu Magalhães“ und der Stiftung „Fundação Oswaldo Cruz“ (Fiocruz) durchgeführt. Nach Ansicht der Wissenschaftler verstärkt sich damit der Verdacht eines direkten Zusammenhangs zwischen Mikrozephalie und Zika. Das Ergebnis wird als ein Novum in der Forschung über Mikrozephalie bezeichnet und wurde mit Unterstützung des Forschungszentrums und einer Einrichtung aus den Vereinigten Staaten ermöglicht.

Ein aktuelles Gesetz verbietet den Austausch von genetischem Material zwischen ausländischen Forschungsinstituten, das amerikanische Labor hatte die Reagenzien bereitgestellt. Der nun erfolgte Test (genannt Molekular) funktioniert nur, wenn er in den ersten fünf Tagen der Symptome durchgeführt wird. Forscher hatten aus der Wirbelsäule von Kleinkindern eine Flüssigkeit-Probe gezogen und darin Antikörper, die der Organismus bei einer Zika-Infektion selbst produziert, entdeckt. „Wir haben das Virus bei Neugeborenen gefunden, die an Mikrozephalie litten. Dies ist ein starkes Indiz dafür, dass Zika für Mikrozephalie verantwortlich ist“, erklärt Wissenschaftlerin Marli Tenório.

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  1. 1
    Caramba

    Warum nur bin ich mittlerweile etwas skeptisch?
    Gab es denn schon einen einzigen Fall von Mikrozephalie in Verbindung mit Zika AUSSERHALB Brasiliens?
    Bei den vielen Fällen von Zika in Lateinamerika kann sich das Mikrozephalie-Phenomen doch nicht nur auf Brasilien beschränken……
    Das Virus in den Babys nachzuweisen, naja, ich bin kein Arzt, aber die Beweiskette ist nicht schlüssig. Das beweist nur, dass sich das Virus im Mutterleib überträgt, nicht was die Mikrozephalie auslöst.
    Solange mir keiner erklärt, warum es diesen Zusammenhang nur in Brasilien gibt, empfehle ich die Suche nach einer anderen Ursache nicht aufzugeben.

    Aber bitte nicht wieder abstruse Theorien (Bill Gates und so Schmarrn) posten, ich bin skeptisch, nicht blöd!

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