Dammbruch in Brasilien: Führungskräfte werden des Totschlags angeklagt

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Giftige Brühe hat über 850 Kilometer Flusslauf verseucht (Fotos: DepartementBombeirosMinasGerais)
Datum: 24. Februar 2016
Uhrzeit: 15:24 Uhr
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Autor: Redaktion
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Am 5. November 2015 brachen in einem Stadtteil der Stadt Mariana im Bundesstaat Minas Gerais in Brasilien zwei Abraumdämme eines Eisenbergwerks. Dabei starben mindestens 16 Menschen, über 60 Millionen Kubikmeter Schlamm flossen über mehrere Flüsse in Richtung Atlantik und verseuchten auf einer Länge von über 850 Kilometern die Region. Der Besitzer des Bergwerks ist der brasilianische Bergbaukonzern Samarco Mineração SA, ein Joint Venture zwischen dem brasilianischen Bergbaukonzern Vale und dem britisch-australischen Rohstoffunternehmen BHP Billiton, die jeweils 50 Prozent der Aktien hielten. Am Mittwoch (23.) gaben die brasilianischen Behörden bekannt, dass der Präsident des Unternehmens Ricardo Vescovi und sechs weitere Führungskräfte des Totschlags angeklagt werden. Haftbefehle wurden bereits durch die Staatsanwaltschaft ausgestellt.

Am Dienstag hatte die Justiz den ersten offiziellen Bericht über die Katastrophe veröffentlicht. Das Dokument kommt zum Schluss, dass der Unfall durch überschüssiges Wasser ausgelöst wurde. Mangel an angemessener Überwachung, defekte Geräte und Fehler im Entwässerungssystem, verursachten demnach das Unglück. Die Behörden verwarfen jede Möglichkeit, dass sich kleinere Erdbeben kurz vor dem Vorfall ereigneten hatten. Ebenfalls wurde betont, dass Samarco keinen ausreichenden Notfallplan zur Warnung der Dorfbewohner hatte.

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