Brasilien: Größter Wirtschaftsverband fordert Rücktritt von Rousseff

undwech

Rousseff und Lula gehören schon längst nicht mehr zu den "Unantastbaren" (Foto: TVScreen)
Datum: 08. März 2016
Uhrzeit: 13:42 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Brasiliens größter Wirtschaftsverband und Arbeitgeber hat am Mittwoch (8.) seine Unterstützung für die am kommenden Sonntag (13.) landesweit stattfindenden Demonstrationen zum Rücktritt von Präsident Dilma Rousseff bekannt gegeben. Laut dem Industrieverband des Bundesstaates São Paulo FIESP (Federação das Indústrias do Estado de São Paulo) ist das größte Land Lateinamerikas gelähmt, die aktuelle Regierung hat demnach „jede Glaubwürdigkeit und Vertrauen“ verloren.

„Wir glauben einstimmig, dass diese Regierung ihre Glaubwürdigkeit und das Vertrauen verloren hat. Dies führt zu einer permanenten Verschlechterung der Wirtschaft und deshalb erachten wir es als sehr wichtig, uns friedlich und respektvoll an den Demonstration am 13. März zu beteiligen“, so Paulo Skaf, Präsident der FIESP. Er betonte, dass ein Rücktritt von Rousseff das Vertrauen ausländischer Investoren erhöhen und zu einer Reaktivierung der gebeutelten Wirtschaft führen wird. „Wir können nicht länger zusehen, in den letzten Monaten wurden 1,6 Millionen formale Arbeitsplätze vernichtet“.

Bei den Massendemonstrationen in wenigen Tagen werden landesweit Hunderttausende für und gegen die aktuelle Regierung und Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva demonstrieren. Lula hat laut der brasilianischen Justiz von Geldern aus dem Korruptionsnetz um Petrobras profitiert und gehört zu den am stärksten von der Korruption begünstigten Figuren. Der Mythos des einst Unantastbaren ist schon längst verblasst, weshalb Lula zum Rundumschlag ausholt und eine für Links-Regime gewohnte Rhetorik vorgibt (Venezuela, Bolivien). Er versucht eine gefährliche Radikalisierung der Bevölkerung und will suggerieren, dass jeder, der sich gegen ihn stellt, automatisch auch gegen die Regierung von Präsidentin Dilma Rousseff ist. Lula spricht von einer undemokratischen Verschwörung und einen Staatsstreich gegen Rousseff und ist damit alleine dafür verantwortlich, wenn seine Hasstiraden ein Pulverfass entzünden.

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2016 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.

Leider kein Kommentar vorhanden!

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!