Unendliche Geschichte: Pleite-Regime in Venezuela zahlt seine Schulden nicht

pleite-1

Die Wirtschaft Venezuelas liegt am Boden (Foto: Archiv)
Datum: 17. März 2016
Uhrzeit: 15:00 Uhr
Leserecho: 14 Kommentare
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Venezuelas Wirtschaft befindet sich im Abwärtsstrudel. Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert eine Inflationsrate für dieses Jahr von unglaublichen 720 Prozent. Der erdölreichste Staat der Welt hat Milliardenschulden bei ausländischen Lieferanten/Fluggesellschaften und wird zunehmend zu einer Gefahr für ganz Lateinamerika. Das Pleite-Regime schuldet den Regierungen und Lieferanten in Brasilien und Panama mehr als eine Milliarde US-Dollar, von der Zahlungsunfähigkeit ist besonders das kleine südamerikanische Land Uruguay betroffen. Trotz mehrfacher „Versprechungen“ kommt Caracas seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nach, die uruguayische Regierung bewahrt heimische Lieferanten mit Krediten in Millionenhöhe vor der Pleite. Im April vergangenen Jahres wurde mit Uruguay ein Abkommen unterzeichnet, nachdem das kleinste spanischsprachige Land Südamerikas mit Öl beliefert wird und im Gegenzug landwirtschaftliche Produkte wie Milchpulver, Käse, Soja, Reis und Huhn im Wert von 300 Millionen US-Dollar liefert. Uruguay hat sich an seine Verpflichtungen gehalten, das vom Staatsbankrott bedrohte Venezuela hat seine Schulden nicht bezahlt.

Das Pleite-Regime gab mehrfach bekannt, „in Kürze einige der Verbindlichkeiten“ zu begleichen. Am Mittwoch (16.) gab Uruguays Außenminister Rodolfo Nin Novoa bekannt, eine „starke diplomatische Note“ an seine venezolanische Amtskollegin Delcy Rodríguez zu überreichen. „Irgendwann werden sie ihre gesamten ausländischen Schulden bezahlen müssen. Wir warten auf 100 Millionen US-Dollar und wollen uns Geld jetzt“, so der Minister in einem Interview.

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2016 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.
  1. 1
    fideldödeldumm

    Zitat: Am Mittwoch (16.) gab Uruguays Außenminister Rodolfo Nin Novoa bekannt, eine „starke diplomatische Note“ an seine venezolanische Amtskollegin Delcy Rodríguez zu überreichen.

    Da hätte er genauso gut einem Straßenköter in Caracas erklären können, dass er nicht mehr an Bäume pinkeln soll.

  2. 2
    Gast

    Wer mit diesen Hütchenspielern Verträge macht ist selber Schuld.
    Da hilft auch keine dip.Note nein , den Marsch blaßen sonst hilft nichts!

  3. 3
    Martin Bauer

    Ganz einfach jedes staaliche Flugzeug und Schiff mit Ladung an die Kette legen, das sich ausserhalb venezolanischen Hoheitsgebietes zeigt. Darauf haben sie bisher immer reagiert und schnellstens gezahlt.

  4. 4
    ehrental

    jetzt wissen wir, wie das land wieder auf die beine kommt. ketten müssen her und märsche werden geblasen.

    • 4.1
      Insel-Kalle

      Inhaltslose Kommentare in fragwürdiger Rechtschreibung sind dazu natürlich viel besser geeignet. Der Vorname ist Horst? Vollhorst?

  5. 5
    Martin Bauer

    „Und ewig grüsst das Seinktier!“ Oder wie hiess der Film?

  6. 6
    don ewaldo

    Venezuela wird in die Geschichte eingehen mit eiem perfekt ausgelebten Sozialismus.
    Der Elefant im Porzelanladen ist im Vergleich ein Kuscheltier.
    Meine Frage,sollte das Elend mal wirklich zu Ende gehen,wo wollen sich die Schuldigen verstecken ?????????? Wer nimmt sowas auf ???? Am Geld sollte es nicht liegen,die
    Bolobourguesa hat ja reichlich vorgesorgt .

  7. 7
    Herbert Merkelbach

    Ein Jahr wie das Jahr 1789 muss her und einen Strafverfolger der Frevler wie Robespierre. Dann wäre die chavistische Pest ein für alle Mal aus dieser Welt geschaffen.

  8. 8
    Gringo

    Madburro zahlt nach 6 aus 49 Prinzip.
    Alle Rechnungen kommen in die Lostrommel und werden
    wie im Lotto gezogen. Ohne Zusatzzahl geht gar Nichts
    und die wird regelmäßig vergessen.

  9. 9
    ehrental

    wenn die….“ chavistische Pest „…aus der welt geschafft ist wird man sehr viel platz in venezuela haben. dieser sprachduktus erinnert an ziemlich dunkle zeiten der weltgeschichte. ich fände es besser die ursachen dieser entwicklung zu eruieren und dann zu beseitigen. solange sich aber nur gleichgesinnte auf die schulter klopfen ist dies wie mit inzucht. die negativen folgen bemerkt man erst später. der verweis auf die französische revolution ist auch ein verweis auf sehr blutrünstige zeiten. die revolution fraß auch ihre kinder.

    • 9.1
      Herbert Merkelbach

      Señor: Sie mögen ja Recht haben. Jede Revolution, mag sie auch noch so blutig oder unblutig gewesen sein, einen Einschnitt in die Geschichte eines Landes wäre sie auf jeden Fall.

      Auf der anderen Seite fiele mir keine andere Möglichkeit ein, dieser sich in Venezuela breit gemachten Verbrecherbande, die seit 1998/1999 das Land ausbeutet, mordet, mit Drogen handelt, sich als korrupt in ihren Staatsgeschäften erwiesen hat, zu beseitigen.
      Geben Sie mir einen konkreten Vorschlag anhand, wie man diese Clique aus der Welt schafft. Ich bin sehr gespannt darauf.

  10. 10
    Thomas

    Nach Venezuela darf halt nur gegen Vorkasse geliefer werden.

  11. 11
    Der Bettler

    In Venezuela gibt es nur eine Ursache dieser Entwicklung und Vernichtung des Landes,die heißen
    Chavez,Maburro,und Narcogeneral Cabello.Da braucht man absolut nichts mehr eruiren sondern die Ursache beseitigen,wie Sie so schön schreiben.

    • 11.1
      Martin Bauer

      Exakt! Selbst die Allerblödesten in der LINKE (Heike Hänsel auch hier wieder ausgenommen), haben begriffen, dass bereits die MRB 200 der Neunziger Jahre (Chávez‘ Vorläufer Organisation der PSUV) nichts weiter war als ein Haufen Drogendealer, Geldwäscher, Mörder und Räuber, die niemals etwas mit Sozialismus am Hut hatten. Die Affinition einiger weniger zu Kuba hatte eher pragmatische Gründe, denn ideologische. Und bereits 1995 war die Bande in den USA bestens etabliert und bekannt, auch in den Gefängniszellen. Hier wurde kein Land durch den schon sprichwörtlichen wirtschaftlichen Dilentatismus der Sozis in den Ruin getrieben, vielmehr fiel es einer Bande völlig unpolitischer Verbrecher in die Ende, die systematisch und mit Plan alles von Wert ausser Landes schaffen und sich so lange mit brutalster Gewalt an die Macht klammern, bis sie tot sind oder nichts mehr zu holen ist.

      Zur Zeit kaufen Sie im Ausland hochwertige Diamanten in unvorstellbaren Mengen. Damit lässt es sich gut untertauchen…

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!