Kuba: Straße in den Abgrund rechtzeitig verlassen

obama

Die längst überfällige Annäherung zwischen beiden Regierungen kam hauptsächlich durch Raúl Castro zustande, der die Zeichen der Zeit erkannte und auf kontrollierte Öffnung setzt (Foto: AgenciaCubana)
Datum: 25. März 2016
Uhrzeit: 16:17 Uhr
Leserecho: 12 Kommentare
Autor: Redaktion
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US-Präsident Barack Obama hat zu Beginn der Woche den kommunistischen Inselstaat Kuba besucht. Der letzte Besuch eines amtierenden US-Präsidenten lag bis dahin 88 Jahre zurück, Obamas Reise kann deshalb als „historisch“ bezeichnet werden. Bereits vor seiner Ankunft hatte Washington klar gemacht, dass Obama vor allem die Beziehungen zum kubanischen Volk und weniger zur Regierung verbessern wolle. Dass der heroische und siegreiche Widerstand des kubanischen Volkes während mehr als fünf Jahrzehnten zum Politikwechsel der USA geführt haben soll, ist reine Kommunisten-Propaganda und soll lediglich vor der traurigen Realität ablenken. Die längst überfällige Annäherung zwischen beiden Regierungen kam hauptsächlich durch Raúl Castro zustande, der die Zeichen der Zeit erkannte und auf kontrollierte Öffnung setzt.

Raúl Modesto Castro Ruz ist seit 2008 Präsident des Staats- und des Ministerrates der Republik Kuba und seit 2011 Erster Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas als Nachfolger seines Bruders Fidel. Nachdem sich Raúl Castro und US-Präsident Barack Obama am 10. Dezember 2013 während der Trauerfeier für Nelson Mandela in Johannesburg überraschend die Hand gaben, läuteten Castro und Obama im Dezember 2014 eine neue Ära der Beziehungen zwischen den USA und Kuba ein. Über all die Jahre hatte das US-Embargo den Castros als Ausrede für die eigene Misswirtschaft gedient. Kurz nach Amtsübernahme warf Raúl Castro sozialistische Dogmen über Bord und erkannte, dass der tropische Sozialismus in den letzten Zügen lag – Kuba war schlichtweg pleite.

In den letzten zwei Jahren verschlechterte sich die Situation dramatisch. Die Milliardengeschenke aus dem vom Staatsbankrott bedrohten Venezuela blieben aus, die Situation ähnelte dem politischen und wirtschaftlichen Ende von Kubas wichtigsten Handelspartnern und Geldgebern (Sowjetunion und übrige RGW-Staaten) zu Beginn der 1990er-Jahre. Eine erneute schwere Wirtschaftskrise hätte der Castro-Clan politisch nicht überlebt. Kuba hat die Straße in den Abgrund rechtzeitig verlassen, Venezuela steuert ungebremst auf eine wirtschaftliche und humanitäre Katastrophe zu.

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  1. „Kuba hat die Straße in den Abgrund rechtzeitig verlassen…“
    Ist es nicht ein wenig früh, für diese Behauptung? Unter Insidern gilt Raúl Castro als noch skrupelloserer Sadist, als sein Bruder Fidel. Beide mordeten aus schierer Freude an der Qual anderer. Das so ein Mensch den Weg Kubas in Richtung Freiheit und Demokratie lenkt, und sei es auch nur einen Millimeter weit, kann ich mir weder vorstellen noch ist dies bislang zu erkennen. Und man braucht schon sehr dicke Handschuhe, um einer solch ekelhaften Bestie die Hand zu schütteln.

    • 1.1
      C.H.Sievers

      Was für ein erbärmlicher, hasserfüllter Schwachsinn!

      • 1.1.1
        Martin Bauer

        Es sind die Worte der Tochter von Fidel Castro. Sie sagte vor laufender Fernsehkamera, sie hätte wiederholt Zeugin sein müssen, wenn ihr Vater jemanden seine Pistole an den Kopf gehalten und abgedrückt hat, aus schierer Freude am Anblick der herausspritzenden Gehirns.
        Das diese Dame ihren Vater hasst, davon kann man ausgehen, auch wenn sie dies nicht ausdrücklich sagte.
        Berichte, nach denen Raúl noch schlimmer sein soll, sind verbürgt.

  2. 2
    waldschrat

    Herr Bauer hat vollkommen recht! Der Castroclan ist eine reine Mörder- und Verbrecherbande die das eigene Volk unterdrückt. Ich selber war jahrelang begeistert von den Errungenschaften der kubanischen Revolution bis ich einen Einblick in das wahre Leben der kubanischen Bevölkerung bekommen habe und mich mit der kubanischen Geschichte näher befasst habe. Was den Obamabesuch angeht, von der Annäherung profitieren nur die eh schon priviligierten Kubaner und alle „kleinen“ Kubaner, die sich eine Verbesserung erhoffen, werden sich in ein paar Monaten wie ein kleines Kind fühlen welches kurz vor Weihnachten in ein Spielwarengeschäft geführt wurde und dann zur Bescherung leer ausgehen.

    • 2.1
      Martin Bauer

      „Ich selber war jahrelang begeistert von den Errungenschaften der kubanischen Revolution bis ich einen Einblick in das wahre Leben der kubanischen Bevölkerung bekommen habe und mich mit der kubanischen Geschichte näher befasst habe.“
      Genau diesen AHA-Effekt hatte auch ich! Allerdings war dies 1966. Doch die Propagandalügen sind seitdem die gleichen geblieben. Und die Zahl der Gehirngewaschenen, die noch immer den linken Rattenfängern hinterher rennen, genau der selben melodie folgend, die schon vor 50-60 Jahren gespielt wurde, nimmt nicht ab. Aktuelles Beispiel ist dieser C.H.Sievers weiter oben. Der Fluch der Demokratie ist, dass auch die wählen dürfen. Da müssen wir halt durch…

      • 2.1.1
        C.H. Sievers

        Ahaaa! Da haben wir also einen, der meint die berühmte allseeligmachende Weisheit und zudem noch mit Alleinstellungsmerkmal sowie mit XXL- Suppenkellen gegessen zu haben,….. hört, hört.
        Sr. Bauer, Sie wissen nichts und schon erst recht rein gar nichts von mir, maßen sich aber an, sofern ich nicht konform mit Ihrer geifernden, peinlich- kleingeistigen Meinungsmache bin, mich als „gehirngewaschenen der Rattenfängern“ hinterherläuft zu bezeichnen.
        Damit outen Sie sich lediglich erneut, als das was ich oben schon zu Ihrem Text kommentiert habe und zudem als einen nicht wirklich ernst zu nehmenden Ansprechpartner.
        Geifern Sie dumpf- fröhlich weiter, nur weiterbringen wird Sie, die Welt so etwas und die hier geneigte Netzgemeinde gleichwohl nicht. Da müssen wir wohl auch leider durch!!!
        Buenas noches y hasta nunca.

      • 2.1.2
        Martin Bauer

        Einer, der sadistische Massenmörder verteidigt, will als Diskussionspartner ernst genommen werden? Von amerika21 ganz bestimmt! Nur gibt es dort keine Diskussionen. Eine Meinung reicht denen völlig. Und die stammt anscheinend noch von Stalin.

  3. 3
    Der Bettler

    Ja Herr Sievers,da müssen Sie sich schon eine andere Berichtserstattung als die Latina-Press suchen,denn hier sind 99% derselben Meinung als Herr Bauer.Wir leben teilweise schon Jahrzehnte in Venezuela,und wissen genau welche Schw….eien in Cuba ablaufen. Also ,beleidigen Sie die Menschen woanders,dort wo Sie es können.

  4. 4
    C.H. Sievers

    Sr. „Bettler“, ich muss mir gar keine andere Berichterstattung suchen! Es ist auch völlig ohne Belang, wieviel % nun irgend einer gleichgeschalteten Meinung sind.
    Woher glauben Sie und Andere eigentlich, dass es alleine für sich genommen, eine besondere Qualifikation ist, wenn Sie behaupten Jahrzehnte in Venezuela zu leben, um deswegen betr. Schw…..eien auf Cuba ein Urteil fällen zu können.
    Ich werde Ihnen jetzt mal was erzählen, Sie können es glauben oder bleiben lassen, ganz wie es Ihnen beliebt. Ich bin von Geburt, in den 1950- Jahren an Venezolanischer Staatsbürger (YV). Meine Familie lebte seit den 1930- Jahren in YV und im restl. Lateinamerika. Ich kenne die Verhältnisse in YV sehr gut und bin dort bestens, bis in OAS- Diplomatenkreise, im internationalen Recht tätige Anwaltskanzleien, Univ.- Prof. vernetzt, bis hin zu früheren Außenministern (unter R. Caldera). Wohlgemerkt, alles Nicht- Chavisten.
    Diese Schw……eien sind ausschl. in YV hausgemacht, die Cubaner haben damit nichts zu tun. Das grundsätzliche Problem heißt „aprovechar y no trabajar“ = Korruption. Jede Regierung, gleich ob AD oder COPEI hat seit mind. 50 Jahren an diesem perversen System, bestehend aus Korruption, Betrug, Diebstahl, Raub und Mord munter partizipiert.
    Niemand hat etwas wirklich Wesentliches geändert und schon gar nicht für die arme Mehrheit im Land!
    Es ist leider eine ganz besonders traurige und zugleich besonders üble Tatsache, dass unter den Chavisten, dass v.g. „System“, völlig abnorme Formen angenommen hat. Die Chavisten sind seinerzeit mit einem ganz anderen Anspruch angetreten und haben deshalb zu dieser Zeit die Wahlen haushoch gewonnen. Dies in einem Land mit unfassbar großem Reichtum, dort könnte es ohne Not allen YV- Bürgern besser gehen als den Schweizern. Hierzu wäre allerdings endlich das „System“ zu durchbrechen und eine nachhaltig soziale Marktwirtschaft zu installieren! Ich glaube allerdings nicht mehr an den Osterhasen und der Weihnachtsmann war auch nicht mehr da. Ich glaube auch nicht an die MUD, so sehr mir dort manche durchaus sehr sympathisch sind.
    Seit 15 Jahren besuche ich regelmäßig Cuba (mit Sicherheit nicht aus politischen Gründen), auch dort bin in seriösen Kreisen gut vernetzt. Sie brauchen mir also weder über YV noch über Cuba irgendwelchen Nachhilfeunterricht in Sachen „Schw…….eien“ zu erteilen, die kenne ich und besser.
    Ihren Vorträgen hier nach zu urteilen, kennen Sie diese hingegen aber nicht. Ich maße mir auch, als dort immer hochanständig behandelter Gast nicht an über Cubanische mögliche „Schw……eien“ zu urteilen, dies mögen und werden die Cubaner selbst am besten tun.
    Es bleibt bei meiner Hochachtung und dem Mut vor den leider zu wenigen anständigen Venezolanern und Cubanern, sowie vor den Errungenschaften der ursprünglichen „Cubanischen und Venezolanischen Revolution“, welche den jeweils seinerzeitigen Umständen dringend geschuldet und richtig war.
    Es ist allerdings auch eine unbestreitbare Tatsache, dass in beiden Fällen diese „Revolution“ völlig versagt hat und den Abgrund führt. In beiden Ländern ist ein dringender und umgehender, grundhafter Wandel erforderlich;- keineswegs jedoch die Rückkehr in vorherige Zeiten. Ich bezweifele jedoch, dass dies möglich sein wird.
    Allerdings ist mir auch die erbärmlich- peinliche und hasserfüllte und geifernde Rhetorik, im Stile der faschistoid- reaktionären Exil- Cubaner aus der Calle Ocho/Miami fremd, welche Sie hier zu pflegen scheinen, denn diese bringt uns weder auf Cuba noch in YV weiter.
    Und übrigens zum Schluss, ich beleidige hier Niemanden;- Sie beleidigen sich mit Ihrer v.g. Rhetorik schon selbst und ganz alleine.
    Buenos noches, mucha suerte y una felíz vida!

    • 4.1
      Martin Bauer

      Und meine Schwiegermutter ist die Nichte von Romulo Betancourt.

  5. 5
    C.H.Sievers

    Sr. Bauer, wow!
    Was für ein erhellender Kommentar.
    Da bleibt mir nur noch zu übrig, felicidades zu Ihrer Schwiegermutter und Nichte zu wünschen!

    Betancourt war Präsident als ich Kind war. Soweit ich die Geschichte kenne, überlebte er nur knapp ein Bombenattentat, inszeniert durch einen der größten Schlächter und Von US.- Gnaden protegierten Schweinehunden der Karibik, nämlich Rafael L. Trujillo.

    Que le pasa muy bien y además una feliz y contenta vida

  6. 6
    M.H.Kern

    Señoll Bauer, Sie scheinen ein I…t zu sein.

    Man bemerkt stirnrunzelnd eine für Kubakenner (auch ich wie Herr Sievers mit mehr als 15 Jahren Kubaerfahrung, und ganz bestimmt nicht nur in Touristenhotels, sonder mit Freunden und Bekannten aller Altersklassen in mehreren Orten Kubas)
    merkwürdige Affinität ihrerseits zu den Gute- Nacht- Geschichten der „Calle Ocho- Kubaner“ auf der anderen Seite der 90 Meilen.
    Traurig, dass sich immer wieder selbsternannte Geschichtslehrer zu Themen auslassen,
    bei denen sie offensichtlich im Unterricht nicht gut genug aufgepasst haben.
    Da Ihr Schlusskommentar mich einigermassen erheitert hat, gibt es diesmal keine sechs,
    sondern deshalb:

    5, setzen !!

    Btw: ein kubanisches Sprichwort sagt: Hay más tiempo que vida, also warum verschwenden Sie Ihre
    (begrenzte) Zeit mit solchen Nonsens- Kommentaren?

    Freundliche Grüße

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