Costa Rica: Hohe Haftstrafen für Mord an Umweltaktivisten

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Sandoval setzte sich unter anderem für den Schutz von Lederschildkröten ein (Foto: Screenshot YouTube)
Datum: 30. März 2016
Uhrzeit: 17:52 Uhr
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Autor: Redaktion
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Im zentralamerikanischen Land Costa Rica ist am 31. Mai 2013 ein Umweltschützer ermordet worden. Jairo Mora Sandoval lag mit dem Gesicht nach unten und gefesselten Händen am „Moin Beach“, 170 Kilometer östlich von der Hauptstadt San Jose. Mora war mit einigen Freiwilligen auf Patrouille, um die Nester von Meeresschildkröten vor Plünderung zu schützen. Jairo galt als besonders engagiert. Laut seinem Arbeitgeber war er pro Nacht bis zu 20 Kilometer unterwegs, um die Schildkröten vor Angriffen zu schützen. Der Mord an Mora Sandoval reihte sich in eine Reihe von international weniger beachteter Mordfällen an Naturschützern in Costa Rica ein. Von 1989 bis 2016 wurden zehn Naturschützer ermordet und keiner der Täter ermittelt.

Im Laufe der Jahre hatte der Biologe, Umweltaktivist und Tierschützer bereits mehrfach Drohungen von Wilderern erhalten und berichtete darüber in den sozialen Netzwerken. Am Mittwoch (30.) hat ein Gericht vier Männer des Mordes für schuldig befunden und die Täter zu langen Haftstrafen verurteilt. Cash, Rivas, Quesada und Salmon müssen für 74 und 90 Jahre ins Gefängnis. Ein Gesetz sieht allerdings vor, dass die Höchststrafe bei 50 Jahren liegt.

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