Die Story im Ersten: „Panama Papers“ – Im Schattenreich der Offshorefirmen

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Insgesamt umfasst das Leck 11,5 Millionen Dateien, der größte Teil davon aus den Jahren 2005 bis 2015 (Foto: Screenshot YouTube)
Datum: 04. April 2016
Uhrzeit: 19:38 Uhr
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Autor: Redaktion
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Die Recherchen zu den so genannten „PanamaPapers“, basierend auf einem Datenleck bei der panamaischen Anwaltskanzlei Mossack Fonseca, sorgen weltweit für Aufsehen. Weltfußballer Lionel Messi (Argentinien) und verschiedene Politiker und Sportler aus ganz Lateinamerika sollen in die sogenannten „Panama-Papers“ und Briefkastenfirmen im mittelamerikanischen Staat involviert sein. In Argentinien etwa ist der konservative neue Präsident Maricio Macri genauso betroffen wie die Entourage der linken Kirchners oder das chavistische Venezuela. Es ist nicht illegal, solche Firmen zu gründen und zu betreiben. Die große Zahl von Politikern oder Politikberatern, die in den Papieren auftauchen und die diese Firmen entweder selbst gegründet haben oder über Mittelsmänner an ihnen beteiligt sind, legt mindestens die Vermutung nahe, dass hier einige Dinge verschleiert werden sollten. Die Enthüllungen beweisen zumindest eines ganz deutlich: Den Wert einer freien Presse.

Im Ersten berichtet Reporter Christoph Lütgert am Montag, 4. April, in der Dokumentation „PanamaPapers – Im Schattenreich der Offshorefirmen“ über die Enthüllungen. Zu den rund 400 Journalisten in 78 Ländern, die 11,5 Millionen Dateien auswerteten, gehörte in Deutschland ein Team aus Fernseh-, Hörfunk- und Onlinejournalisten von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung. Der Film ist bereits ab 20.15 Uhr online zu sehen, bevor er um 23.20 Uhr im Ersten läuft. Die Autoren der Dokumentation sind Christian Deker, Willem Konrad und Nils Casjens. Die Redaktion haben Julia Stein und Barbara Biemann (NDR) sowie Monika Wagener (WDR).

Ab 20.15 Uhr steht auch das 30-minütige „Zapp Spezial: Eine Quelle – 400 Journalisten. Die PanamaPapers“ online unter www.NDR.de/zapp zur Verfügung. Ab Mittwoch, 6. April, wird dort ab 20.00 Uhr zudem eine englischsprachige Version des Films zu sehen sein. Er zeigt, wie es gelungen ist, die riesige Datenmenge auszuwerten, und gibt Einblicke in das bis dahin größte journalistische Rechercheprojekt. Autorin ist Elena Kuch. Die Redaktion liegt bei Julia Stein. Die Sendung läuft am 4. Mai im Ersten um 0.20 Uhr, am 6. Mai um 23.20 Uhr im NDR Fernsehen.

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