Amtsenthebung in Brasilien: Lehrstunde für Pseudo-Demokratien in Lateinamerika

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Parlamentspräsident Henry Ramos Allup hat angekündigt, das dichte Korruptionsgeflecht rund um die Regierungspartei „massiv durchleuchten“ zu wollen (Foto: Allup)
Datum: 18. April 2016
Uhrzeit: 15:57 Uhr
Leserecho: 3 Kommentare
Autor: Redaktion
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Mehr als zwei Drittel der brasilianischen Abgeordneten haben am Sonntagabend (17.) Ortszeit für eine Absetzung von Präsidentin Dilma Rousseff gestimmt. Das nicht unumstrittene Prozedere wird als Sieg der Demokratie gefeiert und sorgt für allem bei den Pseudo-Demokraten in Venezuela, Bolivien und Nicaragua für Entsetzen. In diesen Staaten wäre eine Abstimmung dieser Art nie möglich, die sich im Verfolgungswahn suhlenden Despoten ersticken jegliche Selbstkritik im Keim und werfen Regierungskritiker lieber in den Kerker. Venezuelas Opposition hat das Ergebnis in Brasilien begeistert aufgenommen, Parlamentspräsident Ramos Allup spricht von einem „großen nationalen Interesse“.

„Die Entscheidung in Brasilien belegt, dass funktionierende Demokratien in Lateinamerika allmählich und Schritt für Schritt ihre noch vorhandenen Albträume besiegen können. Das Ergebnis ist für Venezuela von großem nationalen Interesse und wird hoffentlich dazu beitragen, dass wir mit einer möglichen neuen brasilianischen Regierung das Korruptions-Netzwerk zwischen den beiden aktuellen Regierungen noch schneller aufdecken können“, so Allup.

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  1. Solche Worte zur Niederlage einer sozialistischen Präsidentin aus dem Mund des Vizepräsidenten der Sozialistischen Internationale klingen schon etwas wunderlich. Wie er wohl reden würde, wenn er und seine Partei in Venezuela an der Macht wären…? – Grundsätzlich habe ich grossen Respekt, wenn nicht Bewunderung, für das, was Henry sagt und tut. Nur sollte er die SI in den Hintern treten und sich von ihre distanzieren, anstatt sie mit zu führen.

  2. Brasilien hat zum Glück noch gewisse Gewaltentrennung,was in Venezuela systematisch abgeschafft wurde.Beneidenswerrt auch die Tatsache,dass nach Bekanntgabe der Abstimmung in Brasilien Millionen von auf den Strassen versammelten Menschen friedlich nach hause gingen.Die Polizei berichtete von keinen nennenswerten Zwischenfällen.Regierungsanhänger gingen mit gesenkten Köpfe nach Hause.In Venezuela hätte diese Minderheit mit Hilfe von Colectivos,Milizen,Polizei und Nationalgarde die friedlich demonstrierenden Menschen angegriffen.Es ist zu hoffen,dass das Ende aller populistischen ,korrupten Regierungen in Lateinamerika erfolgt.

  3. Fehlen Venezuela und Cuba ,die härtesten Nüsse.Beneidenswert ,dass Millionen Menschen sich nach dem Endergebniss friedlich zurückzogen.Viele glücklich,andere traurig.Aber keiner schlug deswegen dem anderen den Schädel ein.Die Polizei berichtete,dass keine nennenswerten Zwischenfälle zu verzeichnen waren.Undenkbar in Venezuela,welches in 17 Jahren zu einer primitiven Gesellschaft degradiert wurde.Dominiert von Verbrechern aller Klassen,welche ohne Konsequenzen morden,verletzen dürfen.

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