Venezuela: Maduro sollte Notstandsdekret als Toilettenpapier verwenden

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Oppositionsführer Henrique Capriles Radonski warnt vor sozialer Explosion (Fotos: Lenín Morales)
Datum: 15. Mai 2016
Uhrzeit: 15:16 Uhr
Leserecho: 4 Kommentare
Autor: Redaktion
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In der venezolanischen Hauptstadt Caracas sind am Samstag (14.) erneut Regierungsanhänger und Regierungsgegner auf die Straße gegangen. Die Regierungsgegner werfen dem nationalen Wahlrat (CNE) vor, die Frist zur Überprüfung der Listen für ein Abwahlreferendum von Präsident Maduro bewusst zu verzögern. „Wenn sie den demokratischen Weg bewusst versperren, wissen wir nicht, was passiert. Venezuela ist eine Bombe, die jeden Moment explodieren kann“, warnt Oppositionsführer Henrique Capriles Radonski. Laut dem Oppositionsbündniss „Tisch der demokratischen Einheit“ (MUD) wird das Volk so lange auf die Straße gehen, bis es eine Volksabstimmung für den Rücktritt von Maduro gibt.

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Venezuelas regierender Ex-Busfahrer hat am Freitag (13.) den Ausnahmezustand für drei weitere Monate verlängert. Einen Tag später drohte er, stillgelegte Fabriken zu verstaatlichen und die Eigentümer ins Gefängnis zu stecken. Da nach Meinung des Despoten dem bankrotten Land wieder einmal ein „Staatsstreich“ droht, wurden ebenfalls umfassende Manöver der Streitkräfte angekündigt. Kurz zuvor hatten die Regierungen von Venezuela, Kuba, Bolivien, Ecuador, El Salvador und Nicaragua die Suspendierung der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff verurteilt.

Hinsichtlich der Vorgänge in Brasilien dürfte Maduro der Letzte sein, der die verfassungsrechtliche Vorgehensweise im Nachbarland kritisieren dürfte. In Venezuela werden Regierungsgegner in den Kerker geworfen, die Verfassung mit Füssen getreten. Oppositionsführer Capriles wies darauf hin, dass eine Verlängerung des Ausnahmezustandes laut Verfassung von der Nationalversammlung genehmigt werden muss. „Maduro sollte sein Dekret als Toilettenpapier verwenden, dazu ist es gerade gut genug“, so der Gouverneur des Bundesstaates Miranda.

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  1. 1
    Gringo

    Hervorragender Vorschlag.
    1. ist das Dekret eh für den A…….
    2.Haben die Leute wenigstens Toilettenpapier.

  2. 2
    Burh Hardy

    mir tut die Bevölkerung sehr leid, die unter einem solch beklopptem Despot zu leiden hat

    • Es ist ja nicht diese totale Niete namens Maduro, die das Volk unterdrückt, sondern die ungemein reiche und mächtige Bande von Drogendealern, Geldwäschern und Mördern, die ihn als Marionette ins Rampenlicht stellt. Keine Regierung der Welt ist gewillt, gegen sie vorzugehen. Es kann also nur private Initiativen geben, die ihnen ein Ende setzen. Du da tut sich schon einiges!

    • 2.2
      Herbert Merkelbach

      Diese Tragödie dauert allerdings schon 17 Jahre. Hoffentlich wird sie bald beendet. Ein kleiner Anfang ist gemacht aber in 17 Jahren hat sich eine Verbrecherbande in dem Land etabliert und es ist schwierig, sie wieder los zu werden.

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