Fehlende Luft-Konnektivität: Venezuela wird zunehmend isoliert

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Der Maiquetía Aeropuerto wurde am 1. Januar 1945 vom Präsidenten Isaías Medina Angarita eingeweiht (Foto: Aeropuerto-Internacional-de-Maiquetía-Simón-Bolívar)
Datum: 01. Juni 2016
Uhrzeit: 14:10 Uhr
Leserecho: 5 Kommentare
Autor: Redaktion
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Nach den Visionen von Hugo Chávez sollte der Flughafen der venezolanischen Hauptstadt Caracas ein lateinamerikanisches Drehkreuz für internationale Airlines werden. Drei Jahre nach dem Tod des charismatischen Führers hat sein profilloser Nachfolger Nicolás Maduro das Land heruntergewirtschaftet und das Volk gegen sich aufgebracht. Der gelernte Busfahrer lebt ebenfalls in einem Paralleluniversum, will Venezuela zu einer Weltmacht im Tourismus-Sektor machen. In der Region Lateinamerika und der Karibik boomt der Tourismus. Während Länder wie Kuba, Ecuador, Kolumbien, Dominikanische Republik und Peru Rekordzahlen bei der Ankunft von Touristen verzeichnen, hat das unter Orientierungslosigkeit leidende venezolanische Regime inzwischen auch die Tourismusindustrie zu Grunde gerichtet. Nach Alitalia, Air Canada und Lufthansa setzte inzwischen auch die die größte Fluggesellschaft Lateinamerikas „LATAM Airlines Group“ ihre
Flüge nach Venezuela aus. Das Land wird auch im Hinblick auf Luft-Konnektivität zunehmend isoliert. Der internationale Flughafen von Caracas (Aeropuerto Internacional de Maiquetía “Simón Bolívar”) ist zum Provinzflughafen verkommen, auf dem nur noch halb so viele Maschinen landen wie 2015.

Dante Salvatorelli, nationaler Direktor des venezolanischen Verbands der Reisebüros und Tourismus (Asociacion de Agencias de Viajes y turismo de Venezuela), zeichnet ein düsteres Szenario. „Wir beobachten das aktuelle Szenario mit großer Sorge. In der Brache herrscht große Angst darüber, dass unser Land in Bezug auf die Luft-Konnektivität isoliert wird. Lufthansa und LATAM sind zwei Fluggesellschaften, die für uns sehr wichtig sind“, klagt Salvatorelli in einem Interview mit „CNN“. Venezuela schuldet 24 Fluggesellschaften insgesamt fast vier Milliarden US-Dollar. Misswirtschaft, Unvermögen und tiefe Preise für Erdöl haben das erdölreichste Land in den Ruin getrieben.

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  1. 1
    Der Reisende

    Die Lösung wäre mit dem Gummiboot kommt man auch sehr weit.

    • Sehr konstruktiver Vorschlag! Ich schau mich schon mal nach einem geeigneten Modell um…

  2. 2
    Caramba

    Würde ich in der Karibik nicht machen wollen. Das ist nicht das Mittelmeer……

  3. 3
    Don Ewaldo

    Es ist schon lange bekannt,wer die Auslöser der Katastrophe sind,zeitweise sieht man nur eine Alternative,einen Teil der Bevölkerung auszuwechseln. Hätte man Chavez ausgebremst,wäre noch einiges zu retten gewesen.Nachdem auch der Tourismus am Ende ist,gibts nicht mehr viele Alternativen.
    „Aus der Düsternis kam eine Stimme,die sagte,Sorgt euch nicht und seid froh………wir sorgten uns nicht und waren froh,und es kam schlimmer ….“

  4. 4
    Gringo

    Das Unheil kam nicht erst mit Madburro, sondern schon mit
    Chavez.

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