Ausartende Gewalt in Venezuela: Verwaltungsbeamter des Konsulats von Italien ermordet

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Im südamerikanischen Land Venezuela ist die Gewalt längst außer Kontrolle (Foto: Archiv)
Datum: 07. Juni 2016
Uhrzeit: 01:02 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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Im südamerikanischen Land Venezuela ist die Gewalt längst außer Kontrolle. Prominente Persönlichkeiten des bolivarischen Lagers fallen der Kriminalität zum Opfer, Diplomaten, Urlauber, „Normalbürger“ und auch Angehörige der Opposition. Am Mittwochabend (1.) Ortszeit) war der Pressesprecher des politischen Gefangenen Leopoldo López von Unbekannten entführt und nach über 30 Stunden in der Nähe eines Stützpunktes der Bolivarischen Nationalpolizei freigesetzt worden. Nach Angaben des italienischen Konsulats wurde am Montagmorgen (6.) Ortszeit ein Verwaltungsbeamter des Auslandsvertretung in seiner Wohnung in Caracas (Villa Altamira) tot aufgefunden. Mauro Monciatti wurde ermordet, ein stumpfer Gegenstand traf ihn demnach mehrfach am Hinterkopf.

Der 60-jährige kam vor rund drei Monaten nach Caracas, arbeitete davor als Attaché in Montevideo (Uruguay) und lebte mit seiner Ehefrau in der gemeinsamen Wohnung. Laut Lorenzo Salinas, Pressesprecher des italienischen Konsulats, war er zum Zeitpunkt seines Todes (zwischen Samstagabend und Sonntag) jedoch alleine. Die venezolanischen Behörden haben mit ihren Ermittlungen begonnen, von der mutmaßlichen Täterschaft fehlt jede Spur. Die geplanten Feierlichkeiten zum italienischen Nationalfeiertag, die in der Residenz des Botschafters stattfinden sollten, wurden abgesagt.

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  1. 1
    paulo

    wenn ich nur schon lese; „die venezolanischen behörden haben mit den untersuchungen begonnen“, könnte man den satz ruhigen gewissens auch gleich fertig schreiben…. „und in der zwischenzeit wurde die akte zu den ungelösten fällen abgelegt.

    solange in venezuela nur 1-3% der mordfälle vor dem richter landen und auch da nur wenige wirklich rechtsgültig verurteilt werden, wird sich an der verbrechensrate nie was ändern.
    wir haben in venezuela heute schon verhältnisse, wie wir sie aus honduras kennen. und das schlimmste daran ist: niemand ist wirklich bereit diese verhältnisse ins positive zu ändern.

    der ehemalige president chavez hatte nicht gerade die glücklichste hand, bei der auswahl seiner weggefährten, dass er aber seine sogenannten revolutionären garden (rothemdenbanden) bewaffnen lies, und dies nur unter grösstem protest seiner militärführung geschah, kommt heute das land sehr teuer (alle 20 minuten 1 gewalttoter) zu stehen. führten bis anhin verbrecher einfache waffen mit sich, sind in der zwischenzeit fast alle ausnahmslos mit vollautomatischen waffen ausgerüstet.

    das volk dankt es der von ihr gewählten linken regierung…………. indem es sich willig oder nicht, nicht einmal mehr vor überfällen mit waffen im eigenen haus schützen darf.

    die einzigen welche waffen tragen dürfen sind: militärangehörige, polizeikräfte, welche in ihrer freizeit nur allzuoft an diesem einträglichen treiben mitmachen.

    :(

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