Brasilien: Regierung verbietet Rousseff uneingeschränkten Einsatz von Regierungsflugzeugen – Update

flugzeug

Rousseff wurde erlaubt, für Reisen innerhalb des Landes offizielle Beförderungsmittel (Flugzeuge der brasilianischen Luftwaffe) zu nutzen (Foto: Agência Brasil)
Datum: 08. Juni 2016
Uhrzeit: 13:31 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Mit deutlicher Mehrheit hat der brasilianische Senat am Donnerstagmorgen (12. Mai) Ortszeit die vorläufige Amtsenthebung von Präsidentin Dilma Rousseff beschlossen und prüft in den nächsten Wochen und Monaten eine dauerhafte Amtsenthebung. Rousseff musste den Regierungssitz „Palácio do Planalto“ verlassen, darf für die Dauer der Amtsenthebung aber weiterhin in der Residenz des Präsidenten wohnen. Ebenfalls wurde ihr erlaubt, für Reisen innerhalb des Landes offizielle Beförderungsmittel (Flugzeuge der brasilianischen Luftwaffe) zu nutzen.

Seit Suspendierung unternahm die 68-jährige mehrere Reisen von Brasília nach Porto Alegre (Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Rio Grande do Sul), wo sie ihr privates Domizil unterhält und ein Großteil ihrer Familie lebt. Für die Überwindung der 2.027 Kilometer langen Distanz wurde ein Regierungsflugzeug eingesetzt. Nachdem Rousseff letzte Woche eine Regierungsmaschine für einen Flug nach Rio de Janeiro in Anspruch nahm, an einer politischen Kundgebung teilnahm und dabei ihre Version zum in der Verfassung vorgesehenen Amtsenthebungsverfahren (Putsch lt. Rousseff) zum besten gab, prüfte die Übergangsregierung den Vorfall und beschränkte mit sofortiger Wirkung die Verwendung von Regierungsflugzeugen.

Diese dürfen von Rousseff nur noch für Reisen zwischen Brasília und Porto Alegre eingesetzt werden, darüber hinaus wurde das Ausgabe-Limit für eine sogenannte „Präsidentschafts-Kreditkarte“ limitiert. Der Anwalt der suspendierten Präsidentin, José Eduardo Cardozo, schickte eine Notiz an den Senat und warnte davor, dass die aktuelle Regierung dafür verantwortlich sei, sollte die „persönliche Sicherheit von Rousseff während einer Reise verletzt werden“.

Update

Rousseff gab vor wenigen Minuten bekannt, „Reisen im Land ab sofort mit kommerziellen Flügen oder mit dem Auto durchzuführen“.

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2016 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.
  1. Warum sollte sie denn nicht den Bus nehmen? Seine Sicherheit riskiert dabei jeder der Fahrgäste. Einer Person ohne politisches Madam steht überhaupt kein Regierungsflugzeug und auch keine Regierungs-Kreditkarte zu. Nicht ein Real!

  2. 2
    Gringo

    Stimmt.

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!