Venezuela: Abwahlreferendum soll im Oktober stattfinden

abstimmung

Nach Angaben von Oppositionsführer Henrique Capriles Radonski wurden bis einschließlich Freitagabend (Ortszeit) mehr als 400.000 Unterschriften validiert (Fotos: Capriles)
Datum: 28. Juni 2016
Uhrzeit: 14:31 Uhr
Leserecho: 3 Kommentare
Autor: Redaktion
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In der vergangenen Woche hat die venezolanische Opposition eine weitere wichtige Etappe auf dem Weg zu einem Referendum zur Abwahl von Präsident Nicolás Maduro geschafft. Die geforderte Mindestzahl von legitimierten Unterschriften war mit 409.313 deutlich überschritten worden. Die Wahlbehörden haben nun rund drei Wochen Zeit, das Ergebnis zu prüfen. Am Montag (27.) zeigte sich das Oppositionsbündniss Tisch der demokratischen Einheit (MUD) zuversichtlich, dass das in der Verfassung legitimierte Abwahlreferdum im Oktober dieses Jahres stattfinden wird.

wahlen

In einem ersten Schritt waren 1,8 Millionen Unterschriften gesammelt worden. Davon wurden 1,3 Millionen von der von den Sozialisten dominierten Wahlbehörde für gültig erklärt. Anschließend mussten 200.000 Unterzeichner der Petition mit ihrem Fingerabdruck ihre Unterschrift bestätigen. Nach Angaben von Oppositionsführer Henrique Capriles Radonski waren bei der Validierung vor mehreren Tagen landesweit Busse von bewaffneten paramilitärischen roten Banden (Colectivos) überfallen und ausgeraubt worden. Den Passagieren wurde der Personalausweis gestohlen, damit sie nicht abstimmen konnten. Für die Unterschriftenaktion waren zudem nur etwa 300 von 40.000 vorhandenen elektronischen Wahlmaschinen im Einsatz. Viele Menschen mussten bis zu acht Stunden vor den Validierungs-Zentren verharren, um ihre Identität bestätigen zu können.

In der zweiten Phase muss die Opposition in nur drei Tagen weitere vier Millionen Unterschriften sammeln, um das Referendum durchzusetzen. Die Opposition fordert, dass die 19 Millionen in das Wahlregister eingetragenen Venezolaner ihr Recht ausüben und überall im Land abstimmen können (4.000 Abstimmungszentren verlangt). Ebenfalls wurde die Wahlbehörde aufgefordert, „rechtzeitig“ alle zur Verfügung stehenden Wahlmaschinen zu programmieren.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Don Ewaldo

    So viel Aktion ,um eine unfähige,korrupte Brut von der Platte zu putzen.Das ist gelebte Politik,Paradox .
    Ich denke,dass sehr viele Leute nicht den echten Sinn hinter den Aktionen erkennen.
    Wo liegen weltweit die echten Interessen in Konflikten ??? !!!!

  2. 2
    Der Bettler

    Bestimmt hat keiner Interesse an Venezuela. Das etwas ganz schnell passieren muss,ist auch klar.
    Fragt sich nur wie ? Meine Vorschläge kann ich hier nicht veröffentlichen.

    • 2.1
      Gringo

      , obwohl sie die einzig Richtigen sind!!!!!!!!!

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