Handelsware Mensch: „Trafficking in Persons Report 2016“

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Verkauf des Körpers wird oft als ein Teil des Lebens betrachtet (Foto: Screenshot YouTube)
Datum: 30. Juni 2016
Uhrzeit: 19:17 Uhr
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Autor: Redaktion
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Menschenhandel – das Geschäft mit der Handelsware Mensch – ist ein industrialisiertes Verbrechen, eine globale oft übersehene Tragödie, die heute jeden Kontinent und die meisten Länder dieser Erde betrifft. Laut der Definition der Vereinten Nationen ist dies die Ausbeutung einer Person gegen ihren Willen durch eine andere Person mit Hilfe verschiedener Mittel, wie z.B. Androhung von Gewalt, Täuschung, Betrug oder Missbrauch etc. (Menschenhandel, Zwangsprostitution und Sklaverei). Im vom US – State Department am Donnerstag (30.) veröffentlichten Bericht „Trafficking in Persons Report 2016“ wird der Fortschritt der Umsetzung des Palermo-Protokolls in den Mitgliedsstaaten festgehalten. Enthalten sind außerdem ein globaler Überblick über die aktuellen Formen von Menschenhandel sowie regionale Übersichten und Länderprofile.

Die US-Regierung teilt Länder in drei Stufen ein, abhängig davon, wie viel sie für die Bekämpfung von Menschenhandel aufwenden. Hierzu wurden Minimalstandards für die Beseitigung von Menschenhandel festgelegt. Auch dieses Jahr wurde ein detaillierte 422-seitiger Bericht Bericht herausgegeben, in dem Länder in das Drei-Stufen-Modell eingeordnet werden und die Einordnung begründet wird.

Australien, Belgien, Kanada, Chile, Kolumbien, Frankreich, Deutschland, Irland, Israel, Italien, Spanien und die Vereinigten Staaten gehören unter anderem zu den Ländern der Stufe eins und leisten demnach präventive Maßnahmen auf höchstem Niveau. Staaten der Stufe zwei sind Argentinien, Brasilien, Ecuador, El Salvador, Irak, Japan, Mexiko, Nicaragua, Panama, Paraguay, Peru und Uruguay. Diese Länder müssen ihre Strategien zur Prävention von Menschenhandel verbessern – befinden sich allerdings auf dem richtigen Weg.

Als heikel werden Bolivien, Costa Rica, Malaysia, Niger, Pakistan, Katar, Senegal und die Ukraine bezeichnet. Unter den Ländern mit den schwerwiegendsten Verletzungen befinden sich Venezuela, Iran, Russland, Syrien, Nordkorea, Burundi, Haiti, Sudan und Südsudan. Besonders erwähnt wird Libyen, Somalia und der Jemen.

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