Friedensvertrag in Kolumbien: Auf dem Weg zum Tourismus-Paradies

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Im Jahr 2015 besuchten Kolumbien 4,4 Millionen Touristen und damit 250.000 mehr als im Jahr 2014 (Foto: Latinapress)
Datum: 04. Juli 2016
Uhrzeit: 14:17 Uhr
Leserecho: 5 Kommentare
Autor: Redaktion
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Das historische Waffenstillstandsabkommen zwischen der kolumbianischen Regierung und der linksgerichteten Terrororganisation „FARC“ (Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens) ist unterzeichnet. Nach gut 50 Jahren bewaffnetem Konflikt stellt dies sicherlich die Chance auf einen grundlegenden Wandel dar, die Tourismusbranche erwartet einen gewaltigen Boom. Im Gegensatz zum Nachbarland Venezuela hat sich die Sicherheitslage in Kolumbien in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert. Sie ist in den meisten Großstädten (insbesondere in Bogotá) mit der in anderen lateinamerikanischen Metropolen vergleichbar. Laut Jean Claude Bessudo, Präsident der Reiseagentur „Aviatur“, wird Kolumbien aus der Liste der für Reisende gefährlichen Länder gestrichen. Nach seinen Worten sind Frankreich, Deutschland und Portugal bereits unter den Ländern, die Änderungen hinsichtlich der Reisewarnungen ihrer Staatsbürger in Bezug auf die Sicherheit veranlasst haben.

Im Jahr 2015 besuchten Kolumbien 4,4 Millionen Touristen und damit 250.000 mehr als im Jahr 2014 (Quelle: Ministerium für Handel, Industrie und Tourismus). Präsident Juan Manuel Santos geht davon aus, dass sich diese Zahl aufgrund der Verbesserung von Sicherheitsbedingungen bis zum Jahr 2018 auf mindestens fünf Millionen erhöhen wird.

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  1. Wie man mit einer Organisation wie der FARC überhaupt verhandeln kann, ist mir ein Rätsel. Von einem „Waffenstillstandsabkommen“ ganz zu schweigen. Das ist gegen jedes Gesetz.

    Was wird denn nun mit den Massenmördern, Drogenhändlern, Entführern und Terroristen. Kriegen die jetzt Jobs bei der Regierung, oder werden Bäcker, Banker, Versicherungsvertreter…?

    • 1.1
      Hombre

      vielleicht hat man die FARC mit dem Waffenstillstandsabkommen auch nur Schachmatt gesetzt…Schwer zu glauben, dass jetzt Ruhe einkehrt bei diesen Mördern!
      Aber als politische Partei hätten sie nach einem Verstoss gegen das Friedensabkommen ihr Existenzrecht eindeutig verspielt!
      Nun dürfte es die wirkliche FARC nur noch auf venezuelanischen Staatsgebiet Gebiet geben..

  2. 2
    Bono

    Mich freut es für das Land und seiner Bevölkerung. 50 Jahre Bürgerkrieg sind mehr als genug. War Weihnachten dort. Tolles Land und sehr freundliche Leute. Viva Colombia!

    • 2.1
      Martin Bauer

      Mich würde es auch freuen, wenn dies die Probleme mit der FARC endgültig beseitigen würde. Ich gebe mich nicht für eine Sekunde dieser Illusion hin. Aus diesem Grund hatte ich den 2. Absatz in meinem obigen Kommentar geschrieben. Die Schwerstverbrecher verfügen über ein Milliardenvermögen und werden sich niemals mit legalen EInkommen durch ehrlich Arbeit begnügen.

  3. 3
    Der Bettler

    Für die FARC kein Problem,die schließen sich mit der ELN zusammen und können weitermachen wie bisher.

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