Venezuela: Kolumbien fordert „verantwortliche“ Wiedereröffnung der Grenze

santos

Nach einem Treffen mit den lokalen Behörden und Geschäftsleuten in der Stadt Cúcuta sprach Santos von der Illusion der Kolumbianer, dass die Grenze wieder geöffnet werden könnte (Foto: presidencia)
Datum: 07. Juli 2016
Uhrzeit: 12:11 Uhr
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Autor: Redaktion
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In Venezuela hat eine Gruppe von 500 Menschen an der seit langem geschlossenen Grenze zu Kolumbien die Wachen bestürmt und ist in das Nachbarland geströmt. Dort haben sie sich mit Lebensmitteln versorgt, die es in ihrem Heimatland nicht gibt. Im Streit mit der Regierung in Bogota hatte Venezuelas Präsident Nicolás Maduro mehrere Übergänge im vergangenen August dicht gemacht. Am Mittwoch (6.) gab Staatsoberhaupt Juan Manuel Santos bekannt, dass sein Land eine Normalisierung des Grenzverkehrs will. Er betonte, dass dafür die Zusammenarbeit mit der venezolanischen Regierung notwendig sei und eine Rückkehr des Schmuggels und der Illegalität verhindert werden müsse.

Nach einem Treffen mit den lokalen Behörden und besorgten Geschäftsleuten in der Stadt Cúcuta sprach Santos von der Illusion der Kolumbianer, dass die Grenze wieder geöffnet werden könnte. „Wir werden mit Präsident Maduro und der venezolanischen Regierung sprechen. Die Grenze muss in verantwortlicher Weise geöffnet werden. Wir haben Fortschritte im Kampf gegen Schmuggel und Gesetzlosigkeit gemacht und dürfen unter keinen Umständen erlauben, dass diese Situation zurückkehrt“, so Santos. Außenministerin María Ángela Holguín war ebenfalls in Cúcuta und gab die Bereitschaft der kolumbianischen Regierung bekannt, angesichts der humanitären Notlage in Venezuela (fehlende Nahrung und Medizin) den humanitären Korridor zu erweitern.

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