Obduktion in Mexiko: Diskussion über „die Würde des Tieres“

bantu

Der imposante Silberrücken war der einzige in Mexiko lebende männliche Westliche Flachlandgorilla (Foto: Screenshot YouTube)
Datum: 12. Juli 2016
Uhrzeit: 14:27 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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Vor wenigen Tagen hatte der Tod des Gorillamännchens Bantú im mexikanischen Hauptstadt-Zoo Chapultepec für einen Aufschrei in den sozialen Netzwerken gesorgt. Der imposante Silberrücken war der einzige in Mexiko lebende männliche Westliche Flachlandgorilla (Gorilla gorilla gorilla) und sollte zur „Familiengründung“ in den Zoo nach Guadalajara transportiert werden. Während der Sedierung erlitt das 224 Kilogramm schwere Tier einen Herzstillstand, rund zwanzig Veterinäre hatten vergeblich eine Reanimierung versucht. Umweltschützer riefen dazu auf, den Tod des bei der Bevölkerung außerordentlich beliebten Gorillas umfassend zu untersuchen. Die nun durchgeführte Obduktion wird als Missbrauch bezeichnet, eine Diskussion über „die Würde des Tieres“ wurde neu entfacht.

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Grund für die Empörung sind Fotos, die während der Obduktion des Tierkörpers gemacht und von verschiedenen Zeitungen und Privatpersonen veröffentlicht wurden. „Ich bin absolut nicht einverstanden mit diesen Fotografien. Okay, der Kadaver wurde zur Entnahme von Gewebeproben geöffnet – ich kann allerdings nicht verstehen, weshalb Bantú regelrecht zerstückelt, Körperteile auf dem Boden liegen und der Menschenaffe auf diese Weise entwürdigt wurde“, beklagt Marielena Hoyo, ehemalige Direktorin des Zoos von Chapultepec.

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  1. Vor etwa 2 Wochen waren wir an einem Montag am Tierpark, benannt nach Chico Mendes, in Rio Branco, Bundesland Acre in Brasilien. Chico Mendes wird vielen sicher noch als einer der ersten Umweltaktivisten und Schützer des Amazonasgebiets bekannt sein, der leider aber auch getötet wurde, da er die Rinder- und Abholz-Lobby im Weg stand.

    Zurück zum Thema: Wir baten um Zutritt zum Park. Da wurde uns gesagt, er sei leider am Montag geschlossen. In dem Park waren verschiedene Militärpolizisten aber auch Zoowärter zu sehen. Auf unsere Bitte hin, doch wenigsten kurz Eintritt zu bekommen, erhielten wir die Auskunft, dass es aufgrund unserer eigenen Sicherheit nicht möglich sei. Kurze Zeit darauf entstand eine Unruhe unter den Anwesenden und es war ein Schuss zu hören und eine gewisse Betroffenheit.

    Letztendlich wissen wir nicht, wie viele wertvolle Tiere und unter welchen Umständen diese umkommen. Die Dunkelziffer wird jedenfalls im Vergleich zu den bekannten Fällen (s.o.) recht hoch sein.

    Schade!

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