Unruhen im Nordosten von Brasilien: Armee-Truppen treffen ein

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Ankunft des Militärs in Natal (Foto: (Foto: TV Cabugi)
Datum: 03. August 2016
Uhrzeit: 15:09 Uhr
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Autor: Redaktion
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Etwa 1.000 Soldaten sind am Mittwochmorgen (3.) Ortszeit im brasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Norte eingetroffen (Paraíba und Pernambuco). Seit dem vergangenen Freitag (29.) gab es in 31 Städten mindestens 90 Angriffe auf Busse und öffentliche Gebäude in verschiedenen Städten im Norden Brasiliens, die von den Insassen von Gefängnissen per Handy in Auftrag gegeben wurden. Interims-Präsident Michel Temer hatte am Sonntag (1.) den Einsatz von 1.200 Militärs genehmigt, die die Bevölkerung vor kriminellen Angriffen schützen soll.

Ronaldo Lundgren, Sekretär des Rates für Sicherheit im Bundesstaat Rio Grande do Norte, bemängelte, dass unter der Vorgängerregierung von Dilma Rousseff die Sicherheit im Bundesstaat vernachlässigt wurde. Anführer bekannter Verbrecherorganisationen kontrollieren den Waffen- und Drogenhandel und werden von den Behörden als Terrororganisation klassifiziert. Viele Anführer sitzen zwar in Haft, leiten die Organisation jedoch weiter aus den Gefängnissen heraus. In den letzten Stunden hat die Militärpolizei zahlreiche Personen festgenommen, die als sogenannte „Befehlsempfänger“ gelten und die vom Gefängnis aus „gesimsten“ Aufträge durchgeführt hatten.

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