Keine Gefahr für die Dominikanische Republik durch Öl-Pest im Golf von Mexiko

Datum: 04. Mai 2010
Uhrzeit: 14:51 Uhr
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Autor: Redaktion
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Laut Geologen wird die Dominikanische Republik nicht von der Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko betroffen sein. Da sich die Meeresströmungen von der Karibikinsel in Richtung US-Küste bewegen, bleibt das beliebte Ferieziel verschont.

Noch immer sprudeln nach dem Bohrinsel-Unglück im Golf von Mexiko mehr als 8000.000 Liter Öl am Tag ins Meer. Experten gehen davon aus, dass die Ölpest Mississippi, Alabama und den Nordwesten Floridas erreichen wird. Der Ölteppich im Golf von Mexiko hat nach Angaben von Wissenschaftlers inzwischen eine Ausdehnung von mindestens der Größe der Karibikinsel Jameika erreicht – und ist damit dreimal größer als zunächst angenommen, sagte ein Wissenschaftler von der Universität Miami. Ein ganzer Landstrich des Staates Louisiana steht unter Schock, die Menschen fürchten um ihre Existenz und um die Natur direkt vor ihrer Haustüre. Die Hoffnungen, dass man den Ölteppich, der auf die Explosion der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ 70 Kilometer vom Land entfernt folgte, haben sich zerschlagen. Inzwischen erstreckt sich der Ölteppich über 150 Kilometer in Nord-Süd-Richtung, hat die vorgelagerten Chandeleur-Inseln eingeschlossen und läuft 250 Kilometer weiter östlich im Meer als Herzspitze aus. Die Inseln der Großen Antillen (Kuba, Puerto Rico, Dominikanische Republik und Jamaika), werden nicht von der Katastrophe betroffen sein.

Nach einem Bericht der russischen Nachrichtenagentur RiaNovsti kann die Havarie an der Ölbohrinsel im Golf von Mexiko durch einen plötzlichen Ausbruch von Erdöl aus der Bohrung wegen einer Erdkrustenverschiebung ausgelöst worden sein. Laut dem russischen Wissenschaftler Pikowski ist die Erdkruste im Golf von Mexiko blockweise aufgebaut, wobei sehr viele erdölführende Gesteinsplatten an Blockfugen liegen und dazu auch noch von Bohr- bzw. Erkundungsarbeiten stark beeinflusst werden. „Die Fugen zwischen den Blöcken sind sehr durchlässig. Dort entstehen hohe Spannungen und bildet sich ein enorm hoher Druck. Beim Niederbringen von Bohrungen an solchen Stellen ist die Wahrscheinlichkeit eines plötzlichen Ausbruchs sehr hoch. In dieser Situation darf nicht allein vom ‚Faktor Mensch’ oder von technischen Faktoren ausgegangen werden. Im gegebenen Fall könnte die Gesamtheit aller Einflussfaktoren auf die Erdkruste in diesem Gebiet die Hauptursache für die Havarie gewesen sein“, sagte der Experte.

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