Exodus aus Venezuela: Nicaragua ändert Einreisebestimmungen

sos

Im südamerikanischen Land Venezuela droht die vom Chavismus verursachte chronische Versorgungskrise in eine große Hungerkatastrophe umzuschlagen (Foto: Twitter)
Datum: 18. August 2016
Uhrzeit: 13:13 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Im südamerikanischen Land Venezuela droht die vom Chavismus verursachte chronische Versorgungskrise in eine große Hungerkatastrophe umzuschlagen. Der venezolanische Exodus hat schon längst begonnen und weckt Erinnerungen an die Flucht von Kubanern, Haitianern oder Dominikanern, die bereits seit Jahrzehnten versuchen den Missständen in ihrer Heimat zu entkommen. Fotos von jungen Venezolanern, die vor wenigen Tagen von der Küstenwache vor Curaçao aufgegriffen wurden, sorgten für Bestürzung in Lateinamerika. Aufgrund der zunehmenden Ankunft von Venezolanern haben die Regierungen von Curaçao und Aruba bereits vor Monaten ihre Kontrollen verschärft und bereits zahlreiche illegale Einwanderer aufgegriffen. Kolumbien hat am Mittwoch mehrere Venezolaner, die illegal in das Land eingereist waren, in ihr Heimatland repatriiert. Die Regierung von Nicaragua gab nun bekannt, dass einreisende Venezolaner ein Visum benötigen.

einreise-undwech

Von den neuen Bestimmungen sind Diplomaten und Regierungsbeamte befreit. „Normale“ Bürger müssen vor ihrer Reise ein Visum in den entsprechenden Konsulaten von Nicaragua beantragen. Das Außenministerium des zentralamerikanischen Landes brachte zum Ausdruck, dass es sich um eine „souveräne Entscheidung der Republik Nicaragua“ handelt. Das Erstellen von Visa-Kategorien für die Einreise von Bürgern anderer Nationalitäten auf nicaraguanisches Territorium soll demnach die Migrationsströme regeln.

Zum Erhalt des Visums sind laut Angaben aus Managua unter anderem ein Kontoauszug und der Solvenznachweis nötig. Ebenfalls eine Bestätigung des Arbeitgebers, Kopien von Kreditkarten, Auszug aus dem Strafregister,
Gesundheitsnachweis, Grund der Reise und ein persönliches Gespräch mit dem nicaraguanischen Konsul.

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2016 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.
  1. 1
    VE-GE

    Da sieht mans…die freunde von Chavez und nun kehren sie einem dem Ruecken…Das waren halt alles gekaufte Freunde…..Grosse Show und nix dahinter wie jetzt auch !

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!