Brasilien: Siemens hilft bei Reduzierung nichttechnischer Stromverluste im Netz

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Eletrobrás produziert und verkauft Strom (Foto: Portal da Eletrobras)
Datum: 02. September 2016
Uhrzeit: 12:41 Uhr
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Autor: Redaktion
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Im Konsortium mit Itron und Telemont liefert Siemens als Konsortialführer dem brasilianischen Stromversorgungsunternehmen Eletrobras Smart-Grid-Lösungen zur Reduzierung von nichttechnischen Stromverlusten. Dazu hat Eletrobras in sechs Staaten im Norden und Nordosten Brasiliens das Projekt Energia + gestartet. Laut der brasilianischen Stromregulierungsbehörde ANEEL verzeichnen diese Staaten mit Werten zwischen zehn und 22 Prozent die höchsten nichttechnischen Stromverluste des südamerikanischen Landes. Um diese mit Hilfe ausgefeilter Smart-Grid-Lösungen reduzieren zu können, umfasst das Lieferspektrum des Konsortiums intelligente Zähler (Smart Meter), ein Meter-Data-Management-System (MDM) auf Basis der Smart-Grid-Plattform EnergyIP, Instandhaltungs-Services, die Entwicklung einer Kommunikations- und Metering-Infrastruktur (AMI) sowie die Implementierung eines Smart-Metering-Systems und eines Metering-Management-Centers.

Eletrobras hat das Projekt ins Leben gerufen, um die nichttechnischen Stromverluste in seinem Netz nachhaltig zu reduzieren und die operative Leistungsfähigkeit von sechs lokalen Stromversorgern in dieser Region zu verbessern. Das Ziel des Projektes ist es, durch weniger Gesamtverluste im Netz den Umsatz zu steigern und den Service den Verbrauchern gegenüber zu verbessern. „Mit unseren Smart-Metering-Lösungen unterstützen wir Eletrobras und die brasilianische Energieregulierungsbehörde dabei, den wirtschaftlichen Schaden, der durch die nichttechnischen Stromverluste verursacht wird, signifikant und nachhaltig zu reduzieren. Dazu tragen unsere Forschungs- und Entwicklungszentren für Smart Grids in Brasilien bei, die sich unter anderem auf das Aufspüren dieser Art von Stromverlusten spezialisiert haben“, sagte Ralf Christian, CEO der Siemens-Division Energy Management.

Für das Projekt Energia + liefert Siemens einen Teil der insgesamt 120.000 Smart Meter, Messvorrichtungen und ein Meter-Data-Management-System (MDM) auf Basis der Smart-Grid-Applikationsplattform EnergyIP für die Mittelspannungs- und die Niederspannungsebene. Zur Reduzierung der nichttechnischen Stromverluste werden EnergyIP die maßgeblichen Stromverbrauchsmessdaten zugeleitet und vom System mit Hilfe spezieller Regeln, Algorithmen und Alarmgrenzwerten weiterverarbeitet. Diese aufbereiteten Daten stellt das MDM-System anderen Systemen und den Abrechnungsabteilungen der betroffenen Stromversorger zur Verfügung, die daraus die Informationen gewinnen können, um bei ihren Kunden Unregelmäßigkeiten beim Stromverbrauch aufzuspüren.

Investitionen von Versorgungsunternehmen in diese Technik machen sich aufgrund der schnellen Amortisierung durch das Eintreiben offener Forderungen der Verteilnetzbetreiber und durch die Senkung der Betriebskosten von selbst bezahlt. Energieversorger können überfällige Rechnungen über gelieferte, jedoch bisher nicht in Rechnung gestellte Strommengen nachfordern. Die Reduzierung von Außenablesungen, der manuellen Trennung und Wiederherstellung von Verbindungen, Vor-Ort-Kontrollen und den dafür notwendigen Feldteams trägt ebenso zur Senkung der Betriebskosten bei wie eine optimierte Rechnungsstellung und die Möglichkeiten zur Integration unternehmensspezifischer und operativer Prozesse.

Innovative Smart-Grid-Lösungen gehören zum Portfolio der Siemens-Division Energy Management. Als Produktlieferant, Systemintegrator, Lösungs- und Serviceanbieter ermöglicht die Division Stromversorgungsunternehmen und der Industrie die wirtschaftliche, zuverlässige und intelligente Übertragung und Verteilung elektrischer Energie. Das Portfolio reicht von Produkten und Systemen für die Niederspannungs- und Verteilnetzebene, über Smart-Grid- und Energieautomatisierungslösungen bis zu Hochspannungsübertragungssystemen. In mehr als 100 Ländern vertreten, erwirtschaftete die Siemens-Division mit weltweit knapp 53.000 Mitarbeitern im vergangenen Geschäftsjahr, das am 30. September 2015 endete, einen Umsatz von rund 11,9 Milliarden Euro und einen Gewinn von etwa 570 Millionen Euro.

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