Kolumbien: Lange Haftstrafe für Säureanschlag auf Natalia Ponce de León

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Natalia Ponce de León erlitt unerträgliche Schmerzen (Foto: Screenshot YouTube)
Datum: 09. September 2016
Uhrzeit: 16:45 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
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Am 27. März 2014 wurde das südamerikanische Land Kolumbien von einem besonders brutalen Überfall erschüttert. Natalia Ponce de León war ohne Vorwarnung von einem Verehrer, den sie stets abblitzen ließ, mit Säure überschüttet worden. Die chemische Verbindung fraß sich unter unvorstellbaren Schmerzen in das Gesicht der 33-jährigen Frau, mehr als fünfzehn schmerzhafte und komplizierte Operationen hat sie seitdem über sich ergehen lassen. Am Donnerstag (8.) hat ein kolumbianisches Gericht den Peiniger von Natalia zu 21 Jahren und 10 Monaten Haft verurteilt. Laut der Justiz war sich Jonathan Vega Chávez seiner Tat „voll bewusst“, der Anschlag wird als „versuchter Mord“ bezeichnet.

Säureattacken sind im Nachbarland von Venezuela ein weit verbreitetes Phänomen. In den letzten zehn Jahren wurden mehr als 510 Angriffe auf Frauen und über 420 gegen Männer registriert. Die Opfer sind vor allem Menschen zwischen 21 und 30 Jahren. 2013 war Kolumbien das Land mit der höchsten Zahl von Säureattacken gegen Frauen weltweit. Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos hat im Januar dieses Jahres ein Gesetz verabschiedet, welches Säureangriffe als gesonderte Straftat und nicht als Körperverletzung unter Strafe stellt.

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  1. 1
    Gringo

    Gut so

    • 1.1
      Bono

      Ja

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