Brasilien: Olympische Spiele heizen Inflation an

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Die Olympischen Spiele 2016 fanden zwischen dem 5. und 21. August 2016 in Rio de Janeiro statt (Foto: rio2016)
Datum: 10. September 2016
Uhrzeit: 12:22 Uhr
Leserecho: 4 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die Inflation in Brasilien hat sich während der Olympischen Spiele im August auf fast neun Prozent beschleunigt. Gründe dafür waren unter anderem ein Anstieg der Preise für Dienstleistungen in Rio de Janeiro und die Reduzierung der Aussichten auf eine Senkung der Zinssätze. Die Verbraucherpreise, gemessen durch den Benchmark Verbraucherpreisindex (IPCA), stiegen laut Angaben des brasilianischen Institut für Geographie und Statistik (IBGE) im August dieses Jahres um 8,97%, im Vormonat lag der Index bei 8,74%.

Die Preise der Hotelzimmer und Kosten für Nahrungsmittel lagen im August in Rio weit über dem nationalen Durchschnitt. Dagegen fielen in anderen Städten des größten Landes in Lateinamerika die Lebensmittelpreise nach einem unerwarteten Anstieg in den Vormonaten. Dies deutet darauf hin, dass sich die Inflation landesweit abschwächt und zum Ende des Jahres bei knapp 7% liegen dürfte.

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  1. 1
    Franz Wiederkehr

    Das Gebiet der Statistik ist berüchtigt dafür, dass dort fast grenzenlos geschummelt wird. Vielfach sind für Falschaussagen aber auch unklar definierte Begriffe verantwortlich oder ein fahrlässiger Umgang mit Prozentzahlen. Es ist dem Artikel hoch anzurechnen, dass er hier klar sagt, dass er unter „Inflation“ den Anstieg der Verbraucherpreise meint und nicht die Abschwächung des Kurses des Reals gegenüber dem US-Dollar. Auch die Angabe von „8,97%“ bezieht sich klar auf den Zeitraum von einem Monat. Die Angabe „Inflation .. zum Ende des Jahres bei knapp 7% liegen dürfte“ könnte aber leicht dazu verleiten, die Jahresinflation bei 7% zu sehen, d.h. korrekt angegeben 7%/a; de facto ist natürlich auch hier die Monatsinflation gemeint, d.h.7%/m. Nur um den Unterschied klar zu machen: Würde Brasilien am Ende des Jahres eine das ganze Jahr gleichbleibende Inflation von 7%/m gehabt haben, so entspräche das einer Inflation von 225.2%/a, d.h. die Verbraucherpreise hätten sich innert Jahresfrist mehr als verdoppelt! Diese Zahl wird vermutlich der Realität recht genau entsprechen.

  2. 2
    Hp

    Also, habe gerade gecheckt was mein Standart Hotel an der Copa nun kostet genüber zu Vorjahren…

    Die Preise sind doch happige 50% angezogen worden… und meisst mit altem Mobiliar…

    Hp

  3. 3
    Caratinga

    Das Problem in Brasilien ist, die PTT Lula und Dilma haben für viel Geld Brasilien an große Firmen verkauft. Diese haben kleine Bauern so lange unter druck gesetzt bis verkauft haben, Druck !! nicht legal. Dadurch konnten große Flächen gebildet werden. Es wurde Monokultur angepflanzt.
    Die kleinen Bauern haben Ihre Existenz verloren und der Markt Natur Produkte. Die Monokulturen vernichten in kurzer Zeit die Erde. Die Reichen leben gut davon.
    Heute bekommt man in Brasilien in Geschäften nur noch Gen manipulierte Lebensmittel, die Ratten fressen das nicht, aber den Menschen wird dies als gesund verkauft.
    Aufklärung gibt es in Brasilien nicht. Die Konkurrenz der kleinen Bauern gibt es nicht mehr, dadurch bestimmen die großen Lebensmittelfirmen den Preis, z.B. Nestle.
    Ich kann so weiter machen, aufzählen Zucker, Gluten ……

    • 3.1
      Hp

      Ich kenne BR seit 1983… noch die Goldene Zeit :D

      Und schon damals war das Problem mit gross Plantagen für den Spritt der günstiger als Milch war.

      Habe BR weiterhin besucht und man hat gesehen dass da was passiert ist. Handy, fast keine Familien die auf der Strasse leben. Nur die Kimminalität ist eine Konstante, wie eben die Polizei den Drogenhandel auch nicht aus den Fingern gehen lassen will, darum wird zwischendurch ja aufgeräumt.

      Wenn nun Sozies unter Druck das mit den Bauern getrieben haben ist das eine riesen Schweinerei von dem niemand spricht oder hier in Europa man das nicht erfährt.

      Was nur aufgefallen ist dass fast nix mehr kleines produziert wird … mann muss in den Americano billigen Mist aus (China) kaufen wie z.b. Sonnenschirme sowie die Boliviander an der Copa kleine Hüte aus Made in China verkaufen.

      Was man eben nicht vergessen darf dass der Binnenturismus 80% BR sind! Man sieht auch wo unterhalb von Rio das Geld erwirtschaftet wird und nördlich davon ausgegeben wird wie Appartements..

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