Gipfel der Blockfreien Staaten in Venezuela: Die Show des Nicolás Maduro – Update

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Die Kosten des Gipfels werden auf rund 140 Millionen US-Dollar geschätzt (Foto: gob.ve)
Datum: 12. September 2016
Uhrzeit: 13:27 Uhr
Leserecho: 17 Kommentare
Autor: Redaktion
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Vom 13. bis zum 18. September findet auf der venezolanischen Ferieninsel Isla de Margarita der 17. Gipfel der Blockfreien Staaten statt. Mit der Belgrader Konferenz wurde im September 1961 offiziell das Bündnis der blockfreien Staaten geschaffen. Einst der Versuch der Bildung einer dritten Kraft zwischen Ost und West ist diese Bewegung heute kaum noch von großer Bedeutung. Die rund 120 Staaten der Blockfreien-Bewegung vertreten 55 Prozent der Weltbevölkerung und halten nahezu zwei Drittel der Sitze in der UN-Generalversammlung. Angesichts der gewaltigen wirtschaftlichen und politischen Probleme im Land lehnen die venezolanische Opposition und verschiedene Nichtregierungsorganisation den „Cumbre del Movimiento de Países No Alineados“ ab und sprechen von einer Show des Nicolás Maduro.

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Die Kosten des Gipfels werden auf rund 140 Millionen US-Dollar geschätzt – Protz-Gehabe für eine Nation, die sich in einer schrecklichen sozioökonomischen Krise befindet. Seit einigen Wochen finden auf der Insel gewaltige kosmetische Kaschierungen statt, über 14.000 Beamte von Geheimdienst, Militär und Polizei haben die Kontrolle auf der Karibikinsel übernommen. Während des Treffens gilt ein Flugverbot für private Maschinen, die Isla ist abgeschottet und schwer bewacht (zu Land, zu Wasser und in der Luft). Zahlreiche Lebensmittel-Container und Millionen Liter Trinkwasser wurden mit Frachtern herangeschafft, in den Supermärkten sind Importartikel wie Ketchup aus Polen, Mayonnaise aus Peru, Nudeln aus Italien, Reis, Mehl und Zucker aus Brasilien zu finden, die das „normale“ Volk noch nie gesehen hat und sich auch gar nicht leisten kann. Vor dem Hotel Venetur steht eine riesige und noch verhüllte Statue von Hugo Chávez, die von der Bevölkerung als das neue „Spielzeug“ von Maduro bezeichnet wird.

„Bisher haben Kuba, Ecuador, Bolivien, Nicaragua und der Iran ihre Teilnahme fest zugesagt. Wir fordern alle Regierungen dazu auf, angesichts der humanitären Notlage und politischen Krise in Venezuela nicht an diesem Gipfel teilzunehmen. In unserem Land hungern die Menschen und sterben wegen Medikamentenmangel in den Krankenhäusern. Mit dieser Show will Maduro das Bild einer heilen Welt vermitteln, die es nicht gibt. Mit allem Respekt für die Menschen in unserem Land, bleiben Sie dem Gipfel fern“, so Oppositionsführer Henrique Capriles Radonski.

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Update, 13. September

Als weitere Sicherheitsmaßnahme wurde der Transfer der Gefangenen auf der Insel in andere Haftanstalten angeordnet. Um die Sicherheit der teilnehmenden Regierungsvertreter zu gewährleisten, werden bis zum 18. September verschiedene Restaurants und Strände geschlossen bleiben.

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  1. 1
    Der Reisende

    Ich kann nur hoffen das die Insulaner diese Mickymaus Statue so schnell wie moeglich umhauen.

  2. 2
    Wolfgang

    Ich finds super! Ok den Zucker bekommt man nur mit Glueck, aber ansonsten ist der Sigo richtig gut gefuellt. Auch dass die Sicherheit merklich zugenommen hat, kann man nur begruessen. Sogar Wasser gibt es wieder regelmaessiger. Also von mir aus koennen die ihre cumbre noch ne Weile fortsetzen. Der polnische Ketchup ist uebrigens echt lecker, der Senf auch!

    • 2.1
      VE-GE

      ja nur fuer die die es sich leisten koennen !

    • 2.2
      Der Reisende

      und nach dem Gipfel mal schauen wo ihr dann den leckeren polnischen Ketchup kaufen koennt.
      Denn dann werden die Lichter auf der Insel wieder ausgehen.

  3. 3
    Leonoara

    Leute, nicht vom Propagandageblubbere eines Pfostens veräppeln lassen. Habe heute in Juangriego für ein Kilo Zucker aus Brasilien 3.500 Boli bezahlt. Wie hoch der Mindestlohn ist, muss ich Euch wohl nicht fragen.

  4. 4
    C. Sievers

    Ich lese hier Kommentare von lauter waschechten Venzolanern!
    Sind wahrscheinlich dort alles Mindestlohnempfänger und brave Steuerzahler, sowie völlig außerhalb des ewigen Systems von aprovechieren, was?
    Wie geht’s eigentlich den Ausländern auf Margarita und auf dem Festland so?
    [Klick, Ironie aus]

    Nicht das ich Maduro & Co nicht die Pest an den Hals wünsche, aber um und für ein besseres, ehrlicheres und faires Venezuela und meine Landsleute.
    Die Sorgen und Nöte der Ausländer sind hier doch völlig zweitrangig.
    3.500 BSF. für ein Kg. Zucker, Wahnsinn! Zu meiner Zeit kam der leckere braune Zucker aus der Gegend von Santa Teresa und das Taxi von Maiquetia bis nach San Bernadino kostete 100 BS.
    🇻🇪 Gloria al bravo pueblo,……..

  5. 5
    VE-GE

    Sie sollten besser Ihr xxxxxxxxxxxxx halten Herr Sievers…..Sie als Venezolaner haben sich doch feige vom Acker gemacht und leben nun Berlin……..und von dort aus haben Sie nur ein grosses xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx!

    • 5.1
      Der Reisende

      Aua den Nagel auf den Kopf getroffen ??????

    • 5.2
      C. Sievers

      Der geprügelte Hund kläfft bekanntlich am lautesten!
      Und ihr Hampelheinis da, haltet schwer die Fahne hoch, was und verteidigt mutig die Freiheit, oder wie habe ich das zu sehen?

      xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

      • 5.2.1
        Cato

        Nun bin ich aber enttaeuscht, Hampelheini hat mich noch keiner genannt…

  6. 6
    Martin Bauer

    Tja, Die Linke wird das toll finden, genau wie jeder andere rote Blutsauger und Volksschädling. Nicht zu vergessen die Horde jenes geistigen und ethischen Bodensatzes der Gesellschaft, der aus eigener Kraft zu nichts kommt und deshalb für „Umverteilung“ plädiert.

  7. 7
    Martin Bauer

    Kaum legt man einen Köder aus, kommt ein einfach gestricktes Individuum daher und verschluckt sich dran.

  8. 8
    Wolfgang

    Was poebelt Ihr Euch denn hier so voll?? Liebe Mit-Margaritenos, freut euch ueber sichere Strassen und volle(re) Supermercados! Ok Kilo Zucker 3.500 ist krass, aber vorher gabs GAR KEINEN! Ausserdem ist das Zeug sowieso ungesund. Ich war gestern im LaVela essen, 3 Personen aber sowas von gut und reichhaltig, mit einer FLASCHE Absolut-Importvodka 50tsd BsF. Ok macht man nicht jeden Tag aber im Vergleich zu D oder USA, immer noch ein Schnaeppchen.
    Sie leben in meiner Heimatstadt, Sr Sievers? Armer Teufel, ich bin froh dass ich da weg bin.
    Ich hoffe, es kommen bald wieder auch andere Touristen auf unsere schoene Insel. Jede Werbung ist gut! So, jetzt fallt ueber mich her ….

    • 8.1
      VE-GE

      Es freut mich fuer dich !….Aber wie gesagt wenn man es sich leisten kann……dein venezolanischer Nachbar warscheinlich ncht…..

      • 8.1.1
        Fideldödeldumm

        Es wird aber der Tag kommen, wann er von einem venezolanischen Nachbar besucht wird. Der bringt dann aber keine Blumen mit.

        Wenn ich die Beiträge von Wolle lese, fühle ich mich immer an ein Lied von Mike Krüger erinnert. Hier kann man es sich kostenlos anhören:

        https://www.youtube.com/watch?v=3X6U1X9GSQg

  9. 9
    Wolfgang

    Leider haben sie Fidel’s geistreichen Kommentar geloescht… Schade. Auf jeden Fall Gruss nach Gelsenkirchen-Buer von der schoenen Isla! Ach ja, der Fidel an seiner Stamm-Trinkhalle, immer mindestens 2 Promille vom Billig-Braunen in der Birne… Nicht erst, seit ihn seine Frau verlassen hat! Armer Kerl, echt.

  10. 10
    brigitte weingartner de vera

    Wir wissen doch alle, dass die realitaet schon hart genug ist, hier in Venezuela, es leben ja nicht alle von der Rente. Dass das Theater auf der Isla den Staat viel zu viel Geld kostet und die kleine Glueckseligkeit mit importierten Senf und Ketchup nur eine Weile dauern wird, ist ja auch klar.
    Nach den paar Tagen ist es dann auch wieder aus mit der Sicherheit. Also bitte, schaut ein bisschen weiter als nur ueber euere Nasenspitze…….

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