US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump: Harsche Kritik an Kuba und Venezuela

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US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump in Miami (Foto: TVScreen)
Datum: 17. September 2016
Uhrzeit: 13:13 Uhr
Leserecho: 4 Kommentare
Autor: Redaktion
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Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump versucht Stimmen bei den hispanischen Wählern zu holen und hat mit harscher Kritik auf die Regime auf Kuba und in Venezuela reagiert. „Das System ist schlecht, aber die Leute sind wunderbar“, so Trump, Unternehmer und Präsidentschaftskanditat der Republikaner, bei einer Wahlkampfveranstaltung in Miami. Der Immobilienmagnat umwirbt vor allem die Kubaner und Venezolaner, die vor den autoritären Machthabern in ihren Heimatländern in die USA geflüchtet sind.

Die Latinos könnten im November 2016 die amerikanische Präsidentschaftswahl entscheiden. Traditionell wählen sie demokratisch, doch die Republikaner bemühen sich um diese wachsende Wählergruppe wie nie zuvor. Bei den letzten Wahlen 2012 machten die Latinos erstmals zehn Prozent der Wählerstimmen aus. 71 Prozent dieser Gruppe gaben Präsident Barack Obama bei seiner Wiederwahl ihre Stimme, sein republikanischer Herausforderer Mitt Romney blieb mit 27 Prozent chancenlos. Eine aktuelle Umfrage der „Florida International University“, eine staatliche Universität in Miami im US-Bundesstaat Florida, ergab, dass Trumpf im Moment nur die Unterstützung von 9,1 Prozent der Hispanics hat.

„All diese Zugeständnisse, die Barack Obama dem Castro-Regime gegeben hat, traten durch Verfügungen in Kraft. Dies bedeutet, dass der nächste US-Präsident die Maßnahmen umkehren kann. Und das ist es, was ich tun werde – es sei denn, dass das Castro-Regime auf unsere Forderungen hört (Demokratie, Religionsfreiheit, Freilassung aller politischen Gefangenen), so der 70-Jährige vor 4.000 begeisterten Anhängern im „James L. Knight Center“ in Miami. „Wie allen unterdrückten Völkern dieser Welt (Hemisphäre) werden wir auch das Volk von Venezuela unterstützen“, lautete die Anspielung auf die aktuelle Situation im südamerikanischen Land.

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  1. 1
    Martin Bauer

    “ …werden wir auch das Volk von Venezuela unterstützen.“ Und wie, bitte schön, soll das aussehen? Was Venezuela helfen würde wären ein paar Dutzend Cruise Missiles auf die Kommunikationszentren der venezolanischen Regierung, der Stützpunkte kubanischer Besatzer, Berufsmörder und Geheimdienstler, und 5000 Elitetruppen, um mit den Vasallen des Terrorregimes Schluss zu machen. Alles andere kann sich Trump dahin stecken, wo die Sonne nicht scheint. Aber, noch ist er nicht an der Macht. Und ich glaube auch nicht, dass es dazu kommen wird. Wahrscheinlich wird die Wallstreet-hörige Clinton Mami die doppelzüngige Politik von Obama fortsetzen: Hemmungslose Bevorzugung der Investment Banken bei gleichzeitiger Sozialpolitik, die weder realisierbar, noch bezahlbar, noch gerecht ist.

    • 1.1
      Pelle

      „…Und ich glaube auch nicht, dass es dazu kommen wird…“ Oder vielleicht doch? Denn in Venezuela regiert ja auch ein Präsident, den das Volk verdient und nicht gewählt hat.

      • 1.1.1
        Martin Bauer

        In Europa, vor allem in Deutschland, wird Trump verteufelt, egal ob zu Recht oder zu Unrecht, ohne dass sich der normale Bürger auch nur den Hauch eines Bildes von diesem Mann machen kann. Die Medien lügen ihn sich in dreister Form zurecht und lassen andere Informationen gar nicht zu. Wenn ich von den AfD Slogans einen unterschreibe, dann ist es den von der „Lügenpresse“. In Venezuela konnte man wenigstens über CNN sämtliche Debatten mit fast allen Kandidaten live verfolgen. Wenn ich deshalb Trump grundsätzlich ablehne, weiss ich auch warum. Und wenn ich ihn dennoch der Madame Clinton vorziehe, habe ich dafür auch gute Gründe. – Mein Wunschkandidat wäre Marco Rubio gewesen, aber den kennt das selbstgerechte deutsche Volk ja nicht mal, aus dem einfachen Grund, weil die Lügenpresse ihn nicht erwähnt hat. Wozu denn mit Grautönen die Leute zum zweifeln und denken anregen? Schwarz und Weiss taten es schon immer und sind auch heute noch genug für die einfach gestrickten Trottel, deren Stimme man gerne hätte.

  2. 2
    brigitte weingartner de vera

    ist doch schoen vom Trump, dass er uns, dem armen Volk von Venezuela, ach so selbstlos helfen will…….hop hop paisanos in Miami ect. gebt ihm die Stimme, das erwachen kommt dann,wenn er President ist.