Venezuela: Abwahlreferendum ohne die Stimmen der Auslandsvenezolaner

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Die von den Chavistas kontrollierte venezolanische Wahlbehörde (CNE) hat ein Abberufungsreferendum gegen Präsident Nicolás Maduro hinausgeschoben (Foto: Archiv)
Datum: 24. September 2016
Uhrzeit: 14:57 Uhr
Leserecho: 12 Kommentare
Autor: Redaktion
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Im südamerikanischen Land Venezuela hat der von Chavistas dominierte Nationale Wahlrat „Consejo Nacional Electoral“ (CNE) die Volksabstimmung zur Abwahl des sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro bis Mitte des ersten Quartals kommenden Jahres hinausgezögert. Am Freitagnachmittag (23.) Ortszeit gab Direktor César Alvarado bekannt, dass 19.792.708 Venezolaner im Wahlregister eingetragen sind. 19.465.638 der Wahlberechtigten befinden sich im Inland.

„An der erforderlichen Unterschriftensammlung (Absichtserklärung) von 20 Prozent der Wahlberechtigten am 26., 27. und 28. Oktober können nur die Venezolaner teilnehmen, die im Land leben“, betonte Alvarado.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    C.H. Sievers

    Welch entzückende, neue Schweinerei!!!
    Unabhängig davon, dass inzwischen gesichert ist, dass das revocatorio in 2016 nicht mehr derart wirksam stattfindet, dass es zu Neuwahlen kommt, bedeutet es, dass ein revocatorio wirksam in 2017 nur den Teufel mit dem Beelzebub austreiben wird. Insoweit sind die Stimmen der Auslandsvenezolaner, dass betrifft mich auch, völlig ohne Belang;- klar ist, wie die überwältigende Mehrheit der Auslandsvenezolaner abstimmen wird und deswegen werden diese Stimmen nicht zugelassen.
    Es ist und bleibt eine ganz üble Schweinerei.

    • 1.1
      Bono

      Leider hast du Recht. Schade um das schöne Land. Was ich nicht verstehe ist warum dort die Bevölkerung nicht entlich mal aus dem Quark kommt und diese Verbrecher zum Teufel jagt. In Deutschland wäre so eine Regierung schon längst Geschichte.

      • 1.1.1
        Martin Bauer

        Gerade Deutschland hat ja nun wirklich eine unrühmliche Tradition im Umgang mit bestialischer Diktatur von Links und Rechts, und das Volk hat sich bislang von keiner davon aus eigener Kraft befreien können. Zwei mal mussten die USA es aus der Misere ziehen, zuletzt mit wohlwollender Unterstützung der russischen Regierung. Und dazugelernt hat der deutsche Wähler schon gar nichts, sonst gäbe es weder Die Linke noch die NPD. Dazu toben sich jetzt auch noch Anhänger ausländischer Diktaturen auf deutschem Territorium aus, während die Regierung vom Bürger Toleranz und Hilfe bei der Integration fordert, welche die „zu Integrierenden“ mit Aufrufen zu Gewalt oder praktizierter Gewalt beantworten. Dazu darf der Deutsche nicht mal ein böses Wort öffentlich äussern, sonst stellen ihn die Medien in die Nazi-Ecke. Mag sein, dass in breiten Bevölkerungsschichten inzwischen ein demokratisches Bewusstsein gewachsen ist. Nur ist auch dort kaum einer bereit, zur Durchsetzung wirklich demokratischer Verhältnisse seinen Hintern zu bewegen. Ich fürchte, die sind bereit, noch sehr, sehr viel mehr an Unrecht zu ertragen.

  2. Ob in Deutschland eine derartige Regierung längst Geschichte wäre, wage ich mit Blick auf die das üble „Herumgemerkele“ hier ernsthaft zu bezweifeln! Allerdings ist dies nichts und mit Nichts in Venezuela zu vergleichen.
    Die Leute/das Volk hier sind aber nicht minder träge und bequem und solange es Bier, Fußball und genug verdummendes TV gibt, bewegt sich auch in Deutschland wenig.
    Fakt ist in Venezuela, dass auch jetzt noch -wie immer- viel zu viele und viel zu viel noch an der Albtraum- Situation eifrig profitieren. Die Lieblingsbeschäftigung der Venezolaner ist und bleibt seit jeher das sogenannte „aprovechieren“ und solange man noch irgendwie „aprovechieren“ kann, wird sich im Wesentlichen gar nichts ändern. Es wird über alles andere, selbst über Mord, Raub, Betrug, Diebstahl und Totschlag, Kinder,-Alte und Krankensterben geflissentlich hinweggesehen.
    Die Venezolaner sind seit jeher gewohnt, dass es Andere (i.d.R. Ausländer) für Sie schon wieder richten und man dann an diesem System wieder gut aprovechieren kann. Wenn man es selber richten muss, dann wird es sehr mühselig und extrem arbeitsreich und langwierig!!!
    Und wenn nichts mehr hilft, dann heißt es lapidar: „llamar Maria“.
    Ich sehe das Licht am Ende des Tunnels leider noch gar nicht.

  3. Dem Beitrag von Martin Bauer kann ich nun endlich einmal unumwunden zustimmen, auch wenn ich den „selbstlosen Bemühungen“ USA nicht so wirklich traue. Aber das ist betr. des Beitrages aus meiner Sicht nicht der springende Punkt.

  4. 4
    Martin Bauer

    Von „selbstlosen Bemühungen“ hatte ich nichts geschrieben. Es gibt jedoch auch das, was man heute „Win-Win-Situation“ nennt. Vor allem nach einem Krieg hat der Sieger selber erheblicher mehr davon, wenn er mit dem Besiegten eine freundschaftliche Beziehung aufbaut und ihm wirtschaftlich auf die Füsse hilft. Das haben die USA mit Deutschland und Japan vorbildlich gemacht, aber ganz sicher nicht selbstlos. Warum auch?

    Was die althergebrachte Methode bringt, den Besiegten auszurauben, zu knebeln, zu versuchen, ihn in wirtschaftliche und politische Ohnmacht zu zwingen, haben wir in der Folge des Versailler Diktats gesehen. Damit haben die Siegermächte von 1918 den 2. Weltkrieg regelrecht erzwungen, auch wenn sich kein durchgeknallter Österreicher mit Rassenwahn gefunden hätte, um ihn anzufangen. Und die Wiedervereinigung Deutschlands war nun mal mit der Auslösung des Sowjet Imperiums unumgänglich geworden, auch wenn einige unserer Landsleute und Nachbarn darüber nicht glücklich waren. Damit haben die USA einen noch wertvolleren Handelspartner in Europa erhalten, der politisch nur zu gerne nach ihrer Pfeife tanzt. Das ganze hat viele Gesichtspunkte, und natürlich läuft auch nicht alles nach Plan… ZUM GLÜCK!

    • 4.1
      C.H. Sievers

      Auch dem ist grundsätzlich zuzustimmen.
      Ich hatte auch nicht geschrieben, dass Sie Hr. Bauer irgend etwas von selbstlosen Bemühungen behaupteten. Dass Sie nicht so naiv sind wie andere, ist mir durchaus und nicht erst seit heute klar.
      Auch sind die Versailler Verträge sicher mit einer der Grundsteine des 2.- WK, aber nicht die Ausschließlichen.
      Dies alles tut aber wg. der ins Unerträgliche gehenden Situation in YV nichts zur Sache. Und der Form des praktizierten Amerikanischen Imperialismus traue ich genau so wenig über den Weg, wie jeder Form des Imperialismus, gleichgültig wer diesen gerade vertritt, was auch den postkommunistischen Imperialismus selbstverständlich mit einschließt. Dennoch ist mir die realpolitische Situation in der wir leben bewusst und ich muss zur Kenntnis nehmen, dass es kaum ein Entkommen gibt.
      Ich hoffe das war jetzt klar.

      • 4.1.1
        Martin Bauer

        Bezüglich des Imperialismus haben Sie zweifellos Recht. Nur ist der so alt wie die unselige Neigung des Menschen zur Staatenbildung. Jedes höhere Wesen kommt ohne diese grauenhafte Existenzform aus, deren z.T. verführerischen und auch nützlichen Vorteile doch sehr teuer erkauft sind. Bei Termiten und Ameisen war da schon Schluss, bis es dem Menschen gelang Feuer zu handhaben und Besitztümer anzuhäufen. Die Termiten haben klimatisierte Hochhäuser, und die argentinische Ameise hat in Südeuropa ein Imperium von knapp 4000km Ausdehnung erobert, auf Kosten von Milliarden einheimischer Artgenossen. Das sind unsere Vorbilder? Anscheinend ja, denn der Mensch betreibt den selben Blödsinn, der leider unumkehrbar ist.

        Die US Regierung hatte schon vor über 20 Jahre Strategie Simulationen mit dem Begriff „Leadership“ als Ziel. Aus diesem Anspruch machen sie ja kein Geheimnis. Wenn es denn schon Imperialismus geben muss, dann ist es mir lieber, eine pluralistische Demokratie westlicher Prägung, mit all ihren Fehlern, dominiert die Welt, als fremde Kulturen, die auch noch in aller Regel diktatorischer Natur sind. Ich möchte wirklich weder von Chinesen, noch von Russen, noch von Islamisten überrannt werden. Auch nicht von der argentinische Ameise. Es bleibt uns demnach gar nichts anderes übrig, als Partei zu sein oder unterzugehen. Um mit Paul Simon zu schliessen: „I’d rather be a hammer than a nail!“

  5. Das sehe ich l e i d e r sehr ähnlich und in vieler Beziehung genau so! Ich möchte auch nicht vom Chinesen,- Russen,- Imperialismus und schon gar nicht von radikal- islamistischen Faschismus überrannt werden.
    Schöne Parabel auf die Weltgeschichte übrigens betr. der Argentinischen Ameise.
    Auch Paul Simon habe ich schon als Teenager gehört, der Satz aus „El condor pasa“ war mir bekannt.
    Mir allerdings, geht mir immer „Hello darkness, my old friend / I’ve come to talk with you again‘.“ durch den Kopf.
    Muss wohl an meiner inzwischen leider fatalistischen Weltanschauung liegen.

  6. 6
    Bono

    Hey, ihr werdet noch richtige Freunde :-). Auf jeden Fall ist es schön, dass es auch sachlich und ohne Pöbeleien geht.

  7. 7
    Hansrambo

    Bono, schliesse mich deiner Meinung an. Weiter so, wann ist die Verlobung ? Aber im ernst, erfahren kann man wirklich viel von Sénior S. und B., als weniger Informierter. saludos y gracia

    • 7.1
      Bono

      Stimmt und deren Kommentare sind oft geiler, als der Artikel um den sie diskutieren/streiten. :-)

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