Mexiko: Mit der Seilbahn pünktlich und sicher zur Schule

seilbahn

Die Anlage „Mexicable“ wird täglich 17 Stunden im Einsatz sein und dabei 3.000 Personen pro Stunde befördern (Fotos: LEITNER ropeways)
Datum: 05. Oktober 2016
Uhrzeit: 12:27 Uhr
Ressorts: Mexiko, Welt & Reisen
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Autor: Redaktion
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Die erste urbane Seilbahn Mexikos ist nun Realität. Die fast fünf Kilometer lange Anlage besteht aus zwei Kabinenbahnen und trägt einen wichtigen Teil zur Lösung von Verkehrsproblemen in Ecatepec de Morelos, einem bevölkerungsreichen Stadtteil von Mexico City, bei. Präsident Peña weihte die neue Bahn am 4. Oktober ein. Die Anlage „Mexicable“ wird täglich 17 Stunden im Einsatz sein und dabei 3.000 Personen pro Stunde befördern. Sie ist direkt an das öffentliche Verkehrssystem angeschlossen. Für die Bewohner und Besucher von Ecatepec de Morelos bedeutet diese Verbindung eine erhebliche Erleichterung und Verbesserung der Lebensqualität.

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„Für die Gegend von Ecatepec und La Cañada bedeuten diese Bahnen eine saubere, umweltfreundliche und moderne Lösung. Anstatt 50 Minuten lang im Stau zu stehen, gelangen die Passagiere in weniger als 19 Minuten zur Hauptverkehrsverbindung in das Stadtgebiet von Mexiko City“, erklärt Paul M. Abed, Projektleiter des Consorcio aristos S.A.B. de C.V., der Konzessionär des Seilbahnprojektes. „Diese Personen können dadurch viel Zeit sparen (377 Stunden im Jahr), die sie dafür mehr mit ihren Familien verbringen können“, fügt Abed hinzu. „Außerdem wohnen im Gebiet von La Cañada viele junge Schüler und Studenten, welche bis jetzt einige Kilometer zu Fuß zurücklegen mussten, um zur Schule zu gehen. Die Seilbahn ist auch eine sichere Lösung für diese jungen Menschen. Die Eltern bringen die Kinder zur Seilbahnstation und wissen, dass sie pünktlich und vor allem sicher in der Schule ankommen, ohne dabei Opfer von Fußgängerunfällen oder gar Überfällen zu werden.“

Kunst auf den Stationsfassaden

Die Seilbahn besteht aus zwei voneinander unabhängigen und durch eine Umsteigestation verbundenen Kabinenbahnen, die die Via Morelos mit San Andrés de la Cañada verbinden. Auf den Streckenabschnitten von 2,9 und 1,8 Kilometern gibt es insgesamt sieben Stationen für den Zu- und Ausstieg. Die von regionalen und internationalen Künstlern bemalten Stationen beleben das Stadtbild. Da im städtischen Gebiet kein Einsatz von Helikoptern möglich war, wurden für die Montage an manchen Stellen besondere, technische Hilfsmittel eingesetzt. So wurde etwa eine Drohne für die Montage des Seils herangezogen.

Umweltschonende Transportlösung

Mit den Bahnen in Mexiko kommt der LEITNER DirectDrive erstmals in Amerika zum Einsatz. Der weltweit einzigartige Antrieb, der ohne Getriebe arbeitet, bietet wesentliche Vorteile gegenüber anderen Antriebsarten. Zum einen ist er effizient und umweltverträglicher, zum anderen minimiert er wegen des geringeren Verschleiß- und Ausfallrisikos die Ausfallzeiten der Bahn – gerade im öffentlichen Personennahverkehr ist dies ein wichtiges Kriterium. Außerdem läuft er leiser als konventionelle Antriebe.

Abed freut sich über das neue Verkehrsmittel: „In Städten, die mit überfüllten Straßen und ungeplanter Stadtentwicklung konfrontiert sind, sind Seilbahnen eine umweltfreundliche und effiziente Lösung. Wir sind stolz, die erste urbane Seilbahn in Mexiko zu realisieren und dadurch ein Beispiel für eine effiziente, qualitativ hochwertige und zuverlässige Transportlösung zu sein.“

In Mexiko folgt man mit diesem neuen Bahnprojekt dem erfolgreichen Vorbild von anderen LEITNER ropeways Bahnen, die im urbanen Bereich in Südamerika Verkehrsprobleme lösen. Dazu gehört unter anderem die 10er-Kabinenbahn in Manizales, Kolumbien, oder jene in der kolumbianischen Stadt Cali, wo eine Bahn seit September 2015 Siloé, eines der ärmsten Viertel, mit dem öffentlichen Verkehrsnetz verbindet. Derzeit baut LEITNER ropeways eine Kabinenbahn in der nordmexikanischen Stadt Torreon. Dort werden die Fahrgäste bald mit der Seilbahn vom historischen Stadtzentrum zur bekannten Christusstatue am de las Noas Berg fahren.

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