Venezuela: Oppositionspolitiker Manuel Rosales aus dem Gefängnis entlassen

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Antonio Rosales Guerrero bei seiner Ankunft in Venezuela (Foto: Rosales)
Datum: 20. Oktober 2016
Uhrzeit: 14:52 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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Nach sechs Jahren Exil war Manuel Rosales Guerrero (ehemaliger Präsidentschaftskandidat von Venezuela im Jahr 2006) am 15. Oktober 2015 in sein Heimatland zurückgekehrt und bei Ankunft am La Chinita International Airport in Maracaibo von Beamten der Polizei und des Geheimdienstes festgenommen worden. Der Gründer der Mitte-rechts-Partei UNT wurde nach Angaben seines Sohnes über ein Jahr in der Zentrale des Bolivarischen Nachrichtendienstes (Sebin) in Caracas festgehalten und am Mittwoch (19.) aus der Haft entlassen. Rosales ist nach Angaben seiner Ehefrau Eveling Trejo unter Hausarrest gestellt und darf seinen Wohnort im Verwaltungsbezirk Chacao (östlich von Caracas) nur auf richterliche Anordnung verlassen.

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Der ehemalige Gouverneur des westlichen Bundesstaates Zulia war ab 2006 Vorsitzender der Partei Un Nuevo Tiempo und ab 2006 Oppositionsführer seines Landes. 2002 beteiligte er sich am Putsch von Pedro Carmona gegen den verstorbenen Staatspräsident Hugo Chávez. Im März 2009 wurde er wegen „illegaler Bereicherung“ angeklagt, Rosales sprach von einer politischen Intrige gegen seine Person, tauchte am 30. März unter und wenige Tage später in Peru wieder auf, wo er politisches Asyl erhielt.

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Im September 2009 wurde ein Verhörprotokoll der kolumbianischen Staatsanwaltschaft öffentlich, in dem ein kolumbianischer Auftragsmörder Manuel Rosales mit Plänen zur Ermordung von Hugo Chávez in Verbindung brachte. Rosales soll während eines geheimen Treffens im Jahr 1999 mit kolumbianischen Paramilitärs 25 Millionen Dollar für die Ermordung von Hugo Chávez geboten haben. International wurden die Behauptungen des Regimes als Farce bezeichnet, die Anschuldigungen als Laune von Präsident Chávez.

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  1. 1
    Martin Bauer

    „Rosales soll während eines geheimen Treffens im Jahr 1999 mit kolumbianischen Paramilitärs 25 Millionen Dollar für die Ermordung von Hugo Chávez geboten haben.“
    Ich habe keinerlei Hinweise darauf, dass Manuel Rosales dergleichen auch nur in Erwägung gezogen haben könnte. Und ich kannte einige seiner engsten Gefolgsleute. Das passte einfach nicht zu ihm. Ein solches Vorgehen wurde damals jedoch vielerorts diskutiert. Letztendlich aber tötet man keine Hydra durch das Abschlagen nur eines Kopfes. Die Natur, mit etwas Nachhilfe der Kubaner, hat dem Leben von Chávez ein vorzeitiges Ende gesetzt, und es ist danach nichts besser geworden. Das Problem muss an der Wurzel ausgerissen werden, und einer deren Hauptarme stammt aus Havanna, andere sind die FARC, die ELN, bolivianische und kolumbianische Drogenbarone, und ganz nebenbei auch ein deutsche paar Halunken, die der LINKE nahestehen oder angehören.

    Jedenfalls freue ich mich, dass Manuel Rosales wieder frei ist, und ich wünsche ihm viel Glück und Gesundheit. Kein anderer Politiker, nach Romulo Betancourt, war jemals in Venezuela so beliebt wie er. Die Menschenmassen, die er 2006 auf den Strassen mobilisieren konnte, waren die grössten Versammlungen in der Geschichte des Landes.

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