Offene Diktatur in Venezuela: „Wir müssen die Dinge beim Namen nennen“

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Präsident Maduro hat eine marxistische Ausbildung auf Kuba genossen (Foto: Archiv)
Datum: 21. Oktober 2016
Uhrzeit: 17:09 Uhr
Leserecho: 14 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die von der Regierung kontrollierte Wahlbehörde hat in Venezuela das Verfahren zur Einleitung eines Amtsenthebungsreferendums gegen Präsident Maduro am Donnerstagabend (20.) Ortszeit gestoppt. Das pseudo-demokratische Theater dieser Truppe von chavistischen Winkeladvokaten bezeichnet Staatsrechtler und Universitätsprofessor José Vicente Haro als klaren Verfassungsbruch, die Welt dürfe dem Treiben von Diktator Maduro nicht mehr länger schweigend zusehen.

„Wir müssen die Dinge klipp und klar beim Namen nennen – Venezuela befindet sich in einer offenen Diktatur. Das Spiel dieses Regimes besteht einzig darin, die Geduld der Venezolaner auf die Probe zu stellen. Unsere Verfassung regelt eindeutig und ohne Missverständnisse, dass die für Wahlangelegenheiten zuständige Instanz der Oberste Gerichtshof ist. Eine Wahlbehörde kann und darf eine Wahl nicht aussetzen. Es ist eine noch nie dagewesene Entscheidung und es ist kein Zufall, dass der angebliche Betrug in den Staaten stattgefunden haben soll, in denen die Regierungspartei PSUV regiert und vollen Einfluss auf die Justiz hat“, so Haro in einem Interview.

„Für alles was nun folgt, trägt alleine das Regime die Verantwortung. Die Sammlung von 20% der erforderlichen Unterschriften war ein friedliches demokratisches Ventil zur Lösung der Probleme des Landes – aber anscheinend keine Lösung für diese Diktatur“, fügte Haro hinzu.

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  1. 1
    Martin Bauer

    „Für alles was nun folgt, trägt alleine das Regime die Verantwortung.“
    Und was, bitte schön, könnte das wohl sein, was jetzt folgt?

  2. 2
    Manfred Weber

    Studenten, der Rest der Bevölkerung ist zu blöde. Dumm geboren und künstlich im Larvenstadium gehalten.

  3. 3
    Der Reisende

    Das unfaehige Volk hat ziemlich schnell gelernt fuer eine Rolle A::: papier stundenlang in einer Schlange zu stehen dann werden die vielen Geistig umnachteten auch das noch lernen was kommen wird.

  4. Und nun? Ständiges Bla-bla und Analysen ,Ablehnungsäusserungen ,das geht den Verbrechern doch am A… vorbei. Viele warten auf effektive Massnahmen.Aber solange die Oppositionsführer nicht die Krise am eignen Leib spüren ……schliesslich können die Menschen nicht zu einem Generalstreik etc. aufrufen.Dazu ist eine Organisation nötig.Es gibt mehere Mechanismen,die hätte man parallel anwenden sollen.Stattdessen verliert man Monat um Monat in Spielchen ,dessen Regeln ständig willkürlich geändert werden.@Manfred Weber : die Studenten haben sie 2014 jämmerlich alleine gelassen,viele sind gestorben,noch heute sitzen viele im Gefängniss.Viele sind ausgewandert.Sollen sie wieder alleine den Kopf hinhalten?

  5. 7 Magistrate des „Obersten Gerichtshof „,5 des „Wahlrats“. Das sind 12 nicht qualifizierte,nicht gewählte,illegal eingesetzte „Personen“, welche über das Schiksals von Millionen bestimmen? Manchmal könnte man denken,das „Volk“ hat die Regierung ,welche es verdient?!

  6. 6
    Martin Bauer

    Generalstreik hatten wir ja schon gehabt! Und wie sah der aus? Anfags recht ernsthaft. Dann kamen sie mit Klappsitzen, Kühlboxen und Musik dazu, es kamen die Verkäufer für bunte Mützen, Nationalflaggen (damals wenigstens noch mit 7 Sternen, statt 8!), Arepas, Eis und Bier… Alles in allem, fröhlicher als auf dem Oktober Fest! Bis man nach und nach müde wurde und nach Hause Schlich, und am nächsten Tag wieder an die Arbeit..
    Allerdings, wenn ich mir einen Streik in Deutschland angucke… die geleckten Faulentzer von VERDI oder der IG METALL, mit Trillerpfeife, Arbeiterhelm und zarten rosa Händchen die niemals gearbeitet haben, dann wird mir noch viel schlechter.

    • 6.1
      Annaconda

      Generalstreik unter anderen Massnahmen. Klar ,das Problem ist,dass noch Viele nicht den Ernst der Lage erkannt haben.Manchmal denke ich , es muss noch wesentlich schlimmer kommen.Und eine nicht geringe Zahl überlässt nun die Lösung Gott.Zweifelsohne der bequemste Weg.Das politische Überleben der MUD hängt nun davon ab zu handeln, ohne erfolglose Taktiken zu wiederholen.

      • 6.1.1
        Martin Bauer

        „Das politische Überleben der MUD hängt nun davon ab zu handeln, ohne erfolglose Taktiken zu wiederholen.“
        Absolut zutreffend. Die haben in den letzten 2 Jahren schon einen Grossteil des ihr vom Volk auf Vorschussbasis gewährten Vertrauens verspielt. Leider sind die völlig beratungsresistent. Was es bringt, mit weissen Friedenhemden in den Strassen aufzumarschieren, haben wir erlebt, hier und in Kuba. Experten zur Destabilisierung eines Terror-Regimes gibt es genug, die für ein paar Millionen höchst professionell mit dem Ausdünnen des Übels beginnen würden. Aber das müssen die Venezolaner dann auch selber wollen und bezahlen. Die jenigen aber, die das wollen und bezahlen könnten, geben ihre Kohle lieber weiterhin für ein süsses Leben aus, von dem die Masse des Volkes nicht mal zu träumen wagt. Die Generation der 35-45-jährigen Söhne von Oppositionsführern befassen sich wesentlich mehr mit ihren Hubschraubern, Huren und Yachten, als mit der Zukunft des Landes. Da muss wohl wirklich erst eine andere Sorte Mensch heranwachsen. Vielleicht sollte man mal nicht nur Mais und Soja genetisch verändern…? Aber ich lass das Thema lieber, auch wenn es nur Satire sein soll, sonst wecke ich böse Geister!

      • 6.1.2
        Annaconda

        Mit Sicherheit werden noch mehr die Koffer packen, denn man kann nicht sein ganzes Leben darauf warten bis eine neue Sorte Mensch heranwächst.Deshalb solange die Entscheidung zu einer Veränderung in Händen von finanziell abgesicherten Politikern liegt ,wird es schwierig.Für die Masse der Menschen hier geht es um,s Überleben,für den Rest also Neureiche,Altreiche um einen Schlagabtausch bei dem es gilt den Schaden beiderseits auf ein Mindestmaß zu begrenzen.

      • 6.1.3
        Martin Bauer

        „Für die Masse der Menschen hier geht es ums Überleben, für den Rest also Neureiche, Altreiche um einen Schlagabtausch bei dem es gilt den Schaden beiderseits auf ein Mindestmaß zu begrenzen.“
        Wirklich briliiant formuliert! Und für diesen „Rest“ rühre ich keinen Finger.

  7. 7
    Henning S.CH.

    Etwas Gutes hat das Ganze allerdings. Peru, Argentinien und Brasilien haben begriffen, welch kriminelles Potenzial die linken Verbrecher besitzen und haben ihre alten Staatsoberhäupter aus dem Sessel gekickt. Jetzt müssen nur noch die Deutschen mitbekommen, dass die Ostzonenpartei genauso ein krimineller Abschaum ist.

    • 7.1
      Martin Bauer

      Die allermeisten im Volk wissen das sehr wohl. Doch die Verbrecher der SBZ sind weitestgehend immun gegen politische Diskriminierung oder gar Strafverfolgung, haben doch seit Beginn des „Osthandels“ Generationen deutscher Politiker aller Parteien illegale Geschäfte mit denen getrieben. Noch immer ist die Bande stinkreich und mächtig. Das wird vermutlich auf in der zukünftigen Nach-PSUV Ära, die ja irgendwann einmal kommen muss, nicht sehr viel anders sein. Leider Gottes ist die einzige Lösung, ein solches Kapitel in einem Land zu beenden, das Verfahren, das man bei Ceausescu und Gaddafi angewandt hat. Überlässt man dies der Justitz in einem „rechtsstaatlichen“ Verfahren, wird nur für die Dummen übertüncht aber nichts gereinigt. – Bitte nicht missverstehen! Ich bin nicht für Rache. Aber schon im Vater-Unser heisst es, „Erlöse uns von dem Übel!“, nicht etwa, „Behandle das Übel mit Güte und Barmherzigkeit, auf dass es Wachse und Gedeihe und auch in Zukunft reiche Früchte trage!“ Es soll also einfach weg von der Bildfläche, am besten direkt in die Hölle, nicht über LOS!

  8. 8
    paulo

    habt ihr wochenende? ihr seit ja schreibverrückt.

  9. 9
    Der Bettler

    Was soll das ganze Gezeter hier? Es ist vorbei mit Venezuela,aus und vorbei.Und 2019 gibt es nichts mehr zu wählen.Was hier abläuft ist die reinste Form von Diktatur,und bis 2019 haben wir Cuba hier wie die schon vor 50 Jahren gehabt haben.Es gibt wirklich nur mehr die einzige Möglichkeit diese Pest los zu werden,daß sie sich selber ins Abseits kicken.Sie sind auf den besten weg dazu.Wenn die PDVSA es nicht schafft bis dato,Käufer zu finden für ihre Bonds bis 2020 sind sie hinüber.Wie gesagt,abwarten und durchhalten.Kein einziges Jahr mehr und diese Verbrecher sind zahlungsunfähig,und wenn die Regierung pleite ist,können sie auch nichts mehr ändern,oder glaubt einer daß sie ihr gestohenen Milliarden Dollares einsetzen??

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