Diktatur Venezuela: Betrug am Willen des Volkes

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Opposition will für die Verfassung kämpfen (Foto: Amilcar Mora)
Datum: 22. Oktober 2016
Uhrzeit: 12:22 Uhr
Leserecho: 6 Kommentare
Autor: Redaktion
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Am Donnerstag (20.) hat die Wahlbehörde in Venezuela das verfassungsmäßige Abwahlverfahren gegen Präsident Maduro blockiert. „Venezuela erlebt einen Staatsstreich“, erkärte Oppositionsführer Henrique Capriles Radonski am Freitag. Die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS nennt Venezuela eine Diktatur, ein kriminelles Regime will sich mit allen Mitteln an der Macht halten. Vertreter des Oppossitionsbündnisses „Tisch der Demokratischen Einheit ( MUD) werden in den kommenden Tagen nach Washington reisen, um bei Generalsekretär Luis Almagro die Aktivierung der Demokratischen Charta beantragen. Dieser Mechanismus sieht Sanktionen für das brechen der Verfassungsordnung vor und führt zum Ausschluss des Landes aus verschiedenen Organisationen.

„Am Donnerstag hat in Venezuela ein Staatsstreich stattgefunden. Der Wahlrat hat eine Entscheidung getroffen, die laut Artikel 72 der Verfassung nur der Oberste Gerichtshof treffen kann. Die internationale Gemeinschaft wurde von uns über den Betrug am Willen des Volkes informiert. Ruhig zu sein/bleiben bedeutet nicht, dass wir das Land nicht verteidigen, wenn wir müssen. Venezuela muss gerettet werden, denn wir versinken im Chaos. Wir haben genug Unterstützer und werden Maduro dazu zwingen, die Verfassung zu akzeptieren“, so Capriles in einer Ansprache.

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  1. 1
    paulo

    was soll man hier noch schreiben ? guter rat ist teuer und venezuela könnte ihn dringend gebrauchen. das schlimmste was passieren kann ist; dass sich unsere regierung gegen ihr eigenes volk wendet und mit gewalt ihr ilegales treiben weiter durchsetzt.
    einen bürgerkrieg wäre das schlimmst, was unserem land passsieren könnte. und in einem krieg gibt es immer und immer wieder nur verlierer.

    • 1.1
      Martin Bauer

      Ohne Bürgerkrieg wird das Leid niemals ein Ende nehmen. Gewaltsamer Widerstand dagegen bietet wenigstens eine Aussicht auf einen Wechsel, alles Andere nicht.

  2. Bürgerkrieg setzt 2 bewaffnete Parteien vorraus.Soweit ich weiß, ist nur eine Seite bewaffnet.Capriles hat 2013 ,die Chance verpasst .Um Blutvergiessen zu vermeiden,hat er ein gefälschtes Wahlergebniss akzeptiert.Er hat sich da verrechnet,unterm Strich sind nun in den vergangenen 3 Jahren sicherlich mehr Menschen indirekt und direkt durch dieses Regime ums Leben gekommen. Das wäre ein Ende mit Schrecken gewesen.Nun haben wir ein Schrecken ohne Ende.Alle haben die Hoffnung auf einen gewaltfreien Ausgang.Angesichts dieser skrupellosen Bande wird dies sehr schwierig werden.

    • 2.1
      Martin Bauer

      Völlig richtig! Aber die Geheimdienste hier taugen auch nicht mehr, als das Militär. Nach so vielen Jahren hätte die notwendige Ausrüstung längst im Land und in den richtigen Händen sein können. Wie man dies bewerkstelligt, werde ich nicht öffentlich diskutieren. Dass dies nicht passiert ist, liegt am Desinteresse derjenigen, deren Handlung hier gefragt wäre. Womit wir wieder an dem von Ihnen an anderer Stelle beschriebenen Punkt wären, „Schlagabtauch zwischen Alt- und Neureichen unter grösstmöglicher gegenseitiger Schadenbegrenzung…“

  3. 3
    Don Ewaldo

    Ich verstehe nicht,dass das Grundübel,die Cubaner endlich aus dem Land getrieben werden.
    Solange diese Brut ,von den Gruftis regiert,nicht vertrieben wird,gibts kein Ende.

    • 3.1
      Annaconda

      Die haben sich im ganzen Land wie ein Geschwür verbreitet.Sitzen in allen Institutionen,vor allem im Heer.Alles was hier passiert geht über Habana.Die mischen auch kräftig im sogenannten Friedensprozess in Kolumbien mit.Sie sagen es,sie sind das Grundübel.Leider sind diese Geier mit robuster Gesundheit gesegnet.Eine weitere Ungerechtigkeit von Mutter Natur.

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