De-facto-Diktatur Venezuela: Teufel haben keine Prinzipien

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Oppositiosführer Henrique Capriles hat am Mittwoch (23.) die Mobilisierung im ganzen Land bekräftigt (Foto: Capriles)
Datum: 25. Oktober 2016
Uhrzeit: 12:32 Uhr
Leserecho: 7 Kommentare
Autor: Redaktion
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Das venezolanische Regime setzt weiter auf Krawall. Die Nationalversammlung strebt einen verfassungsmäßigen Volksentscheid zur Absetzung von Präsident Maduro an, am Donnerstag (20.) hat die von Chavistas gesteuerte Wahlbehörde die dafür erforderliche Unterschriftensammlung bis auf weiteres ausgesetzt. Das von der Opposition kontrollierte Parlament hat dieses Vorgehen als einen „Putsch des Maduro-Regimes“ bezeichnet. Oppositionsführer Henrique Capriles hat am Mittwoch (23.) die Mobilisierung im ganzen Land bekräftigt, „bis die Verfassungsordnung wiederhergestellt ist“.

Die herrschende kriminelle Clique in Caracas tritt die Demokratie mit Füßen. Seit Monaten werden die verfassungsmäßigen Rechte des Parlaments untergraben und mit Hilfe einer Marionetten-Justiz ausgehebelt. Mit pseudo-demokratischen Theater soll der Volkswille gelähmt werden, durchsichtige Schachzüge sind an Heuchelei kaum zu überbieten. Wie gewohnt soll nun wieder ein nationaler Dialog angestrebt werden, was die Opposition skeptisch sieht. „Wir brauchen keinen Dialog, das Regime soll einfach die demokratischen Grundregeln einhalten. Maduro will lediglich die guten Absichten von Papst Franziskus und des vatikanischen Gesandten für seine Zwecke auszunutzen. Teufel haben keine Prinzipien und deshalb ist nun ist die Stunde gekommen, die Verfassung zu verteidigen“, so Capriles.

„Mit dem größten Respekt weisen wir darauf hin, dass der päpstliche Gesandte Emil Paul Tscherrig in einer Erklärung von einer Situation spricht, die nicht existiert. In Venezuela hat und wird kein Prozess des politischen Dialogs stattfinden. Seien Sie vorsichtig mit Ihren Behauptungen, weil diese Worte die Menschen verwirren. Wir müssen nicht liefern – nur das Regime. Das venezolanische Volk hat im Dezember vergangenen Jahres ein neues Parlament gewählt. Solange Maduro die Nationalversammlung blockiert, sämtliche politischen Gefangenen nicht freilässt und das Referendum zu seiner Amtsenthebung nicht zulässt, wird es keinen Dialog geben“.

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  1. Gut für Capriles und die MUD,bis auf wenige sind sie nicht wieder reingefallen auf die Intrigen und die einseitige Ankündigung eines sogenannten Dialogs.Hier kennt man ja schon die Taktik,wenn den Verbrechern das Wasser bis zum Hals steht, wollen sie verhandeln.Die Heuchler haben dann auch kein Problem plötzlich sehr religiös zu sein.Da ist sich Capriles schon klar,aber ich glaube er täuscht sich mit den „guten“ Absichten des Papstes.Auf jedenfall wird dies eine sehr intensive Woche für Venezuela.

  2. 2
    Martin Bauer

    Auch die Tagesschau hat zu dem Thema einen, leider recht indifferenten, Artikel verfasst. Lesenswerter sind da schon die Kommentare, die sich inzwischen zunehmend an der Realität orientieren. Mir ist es seit langer Zeit mal wieder gelungen, vor Schliessung der Funktion einen Kommentar zu platzieren, so wie eine, als solche leider nicht nicht gekennzeichnete, Antwort an das Individuum DonJohn.

    https://www.tagesschau.de/ausland/venezuela-243.html

    • 2.1
      Malte

      „Unter anderem waren 11.000 Stimmen von Verstorbenen abgegeben wurden, 9333 Stimmen mit gefälschten Ausweisen.
      3000 Stimmen waren mit den Ausweisen von Minderjährigen abgegeben worden.
      In 307.747 Fällen wurden gleich mehrere Kriterien für eine gültige Unterschrift nicht erfüllt“.

      schreibt Troll. DonJohn. Damit kann der Pfosten vielleicht auf einem Parteitag der Linke für Speichelfluss sorgen, hier sorft er nur für Ekel und Brechreiz.

      .Bei der Präsidentschaftswahl haben nachweislich über 100.000 Tote für das kolumbianische Langohr gestimmt. Fälschungen müssen nicht extra erwähnt werden. Natürlich hat dies die Wahlbehörden nicht beanstandet…………………….

  3. An erster Stelle muss man zunächst an den gesunden Menschenverstand appellieren. Im Dezember hat die Opposition ,trotz den smartmatic Maschinen und allerlei Hindernissen locker eine absolute Mehrheit erzielt.Für die erste Hürde (das längste Hindernissrennen eines Referendums) musste nur schlappe 195000 Unterschriftenn (1% der Wähler) gesammelt werden. Alleine hier in Merida waren enorme Menschenschlangen (nicht für subventionierte Hühnchen) um zu unterschreiben.Also wer ist denn so blöd zu glauben,die hätten solche Dummheiten nötig ? Don John sollte vielleicht unabhängige Informationsquellen benutzen.An zweiter Stelle ist es kein allzu grosses Geheimniss, dass von den PSUV Bürgermeistern ,bezahlte Anhänger (gratis geht hier nichts) zur Unterschriftensammlung geschickt wurden.Warun ? Raten sie mal? Diese Spielchen kennen wir schon seit Jahren.Das Problem ist, dass immer noch einige hier und im Ausland auf diese tollpatschigen Intrigen reinfallen.

    • 3.1
      Martin Bauer

      Den Typen halte ich nicht für einen ahnungslosen Verblendeten. Seinen letzten Satz muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: „Venezuela braucht … rechtschaffene Staatsanwälte, loyale schlagkräftige Polizeieinheiten und genügend Platz in den Gefängnissen.“
      Vermutlich mit ihm selber als Oberstaatsanwalt! Der hätte unter Hitler oder Stalin Karriere machen können.

  4. 4
    Martin Bauer

    In meinen Augen ist dieser DonJohn kein ahnungsloser Verblendeter. Man lasse sich nur seinen letzten Satz auf drr Zunge zergehen: „Venezuela braucht keine Vermittlung vom Papst sondern rechtschaffene Staatsanwälte, loyale schlagkräftige Polizeieinheiten und genügend Platz in den Gefängnissen.“

    Vermutlich wäre er dann gerne Generalstattsanwalt. Leute wie er, sitzen im Obersten Gerichtshof. Der hätte es auch unter Hitler weit bringen können, wenn auch nur bis 1945…

  5. 5
    Der Reisende

    Den ganzen Kommentaren ist nichts mehr hinzuzufuegen.
    Daumen nach oben.

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