Bloomberg: USA bereiten Beschlagnahme von venezolanischen Vermögenswerten vor

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Beim staatlichen venezolanischen Ölkonzern PDVSA sind laut Ermittlungen des Parlamentes elf Milliarden US-Dollar verschwunden (Foto:PDVSA)
Datum: 25. Oktober 2016
Uhrzeit: 15:52 Uhr
Leserecho: 3 Kommentare
Autor: Redaktion
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Beim staatlichen venezolanischen Ölkonzern PDVSA sind laut Ermittlungen des Parlamentes elf Milliarden US-Dollar verschwunden. Laut Ex-Minister Héctor Navarro, lange ein Vertrauter von Hugo Chávez, wuchsen zur selben Zeit, in der sich die Revolution entwickelte, auch die Bürokratie und die Korruption. Nach seiner Meinung hat dies dazu geführt, dass mehr als 300 Milliarden US-Dollar „verschwunden“ sind. Nach Angaben von „Bloomberg“, Informationsdienstleistungs-, Nachrichten- und Medienunternehmen mit Hauptsitz in New York City, bereiten US-Bundesanwälte aktuell die Beschlagnahme von Vermögenswerten in Milliardenhöhe vor. Dies bezeichnet das Unternehmen als größte Beschlagnahme von Vermögensgegenständen in der US-Geschichte.

Demnach gaben drei mit dem Fall vertraute Personen unter der Bedingung der Anonymität bekannt, dass gegen mindestens ein Dutzend Venezolaner Ermittlungen laufen. Ehemalige Führungskräfte der „Petróleos de Venezuela“, aktuelle venezolanische Regierungsbeamte, prominente Geschäftsleute und am Kokainhandel beteiligte Einzelpersonen sollen im Verdacht stehen, Milliarden US-Dollar in die USA geschafft zu haben. Die US-Regierung soll ihr Augenmerk dabei auf eine Reihe von US-Anlagen geworfen haben, darunter etwa 20 Wohnimmobilien im Wert von Hunderten Millionen US-Dollar in West Palm Beach und Vororten von Houston.

Mit den beschlagnahmten Vermögenswerten, darunter mehrere Privatjets, soll ein Fonds geschaffen werden, der nach Wiederherstellung der Demokratie dem venezolanischen Staat zurückgeführt werden wird.

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  1. 1
    Der Reisende

    Da bin ich mal gespannt ob das alles so funktioniert wie es in dem Bericht erwaehnt wird.
    Das waere dann mal eine Faustdicke Ueberraschung und wuerde dem venezolanischen Volk sehr viel helfen.

    • 1.1
      Pelle

      Ja, das wäre wirklich toll. Dann könnte das ganze Volk ein paar Wochen alles einkaufen, sich gut ernähren und mit Bier und Whiskey volldröhnen. Danach sind die Regale wieder leer und das Ganze fängt wieder von vorne an, weil man vergessen hat, die Ursachen für das vorherige Verschwinden der Milliarden zu beseitigen…

  2. 2
    Martin Bauer

    Das wissen aber schon seit den Neunzigern. Es wird wohl viele Gründe und Abgründe gegeben haben, warum man sich erst jetzt zum Handeln entschliesst.

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