Lateinamerika besorgt über „scharfe Polarisierung“ in Venezuela

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1,2 Millionen Menschen demonstrierten am Mittwoch gegen De-facto-Diktatur (Foto: Amilcar Mora y Lenin Morales)
Datum: 27. Oktober 2016
Uhrzeit: 14:54 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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Ein Großteil der Bevölkerung Venezuelas will einen Regierungswechsel und hat dies bereits bei den Parlamentswahlen im Dezember 2015 deutlich zum Ausdruck gebracht. Ein kriminelles und diktatorisches Regime hat mit einem kalkulierten Verfassungsbruch und mit Hilfe der Marionetten-Justiz die Gefahr des Referendums über eine Absetzung von Präsident Maduro zumindest kurzfristig abgewendet und damit gleichzeitig die Wut auf das aktuelle Staatsoberhaupt nur noch angeheizt. Auf der Ministertagung der EU-CELAC (Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten) in Santo Domingo (Dominikanische Republik) haben sich zwölf lateinamerikanische Länder besorgt über die „scharfe Polarisierung“ in Venezuela gezeigt und eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet.

Darin fordern die Regierungen von Argentinien, Brasilien, Kolumbien, Costa Rica, Chile, Guatemala, Honduras, Mexiko, Panama, Paraguay, Peru und Uruguay einen konstruktiven Dialog zwischen den Konfliktparteien und weisen unmissverständlich darauf hin, dass die Rechtsstaatlichkeit und die in der Verfassungen verbrieften Grundrechte aller Venezolaner eingehalten werden müssen. Ein angestrebter und inzwischen verschobener Prozess des Dialogs durch den Vatikan wird von den Unterzeichnern ausdrücklich unterstützt.

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    Martin Bauer

    Wenn der Vatikan Venezuela helfen will, dann soll er dazu beitragen, die gewaltigen Geldwäschekanäle der PSUV-Bande auszutrocknen. Die Verbindungen dazu hat er. Italienische und italo-amerikanische „Institutionen“, Firmen und Individuen spielen dabei eine Schlüsselrolle.

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