Dialog in Venezuela: „Waffenstillstand“ bröckelt – Update

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Freddy Guevara, stellvertretender Vorsitzender der Partei Voluntad Popular (Foto:VP)
Datum: 02. November 2016
Uhrzeit: 11:05 Uhr
Leserecho: 6 Kommentare
Autor: Redaktion
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Das venezolanische Oppositionsbündnis „Tisch der Demokratischen Einheit“ (MUD) hat im Konflikt mit dem Regime nach der Freilassung von fünf Aktivisten weitere Zugeständnisse gemacht. Am Dienstagabend (1.) Ortszeit kündigten die Gegner von Präsident Nicolás Maduro an, ein politisches Kongressverfahren gegen den Staatschef „für ein paar Tage“ auszusetzen und einen für Donnerstag geplanten Protestmarsch auf den Präsidentenpalast Miraflores abzusagen. In einer Presseerklärung gab die Oppositionspartei „Voluntad Popular“ bekannt, dass es „nach wie vor Uneinigkeit innerhalb des Bündnisses über die Aussetzung des Marsches nach Miraflores gibt“.

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„Wir sind nicht dafür, dass der Marsch ausgesetzt wird. Wenn das Regime ernsthaft einen Dialog will, müssen der politische Gefangene Leopoldo López (Gründer der Voluntad Popular) und weitere 100 Inhaftierte unverzüglich frei gelassen werden“, fordert Freddy Guevara, stellvertretender Vorsitzender der Partei. „Wenn dies nicht geschieht, bestehen wir auf den Marsch auf den Präsidentenpalast und fordern den Rücktritt von Maduro“. Als Reaktion auf diese Ankündigung hat Präsident Maduro die „Voluntad Popular“ als terroristische Vereinigung bezeichnet.

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Update

In Venezuela haben die Spannungen zwischen Präsident Maduro und der Opposition wieder zugenommen. „Präsident Maduro hat den Waffenstillstand gebrochen, nachdem er die Voluntad Popular als terroristische Vereinigung und Freddy Guevara als Terroristen bezeichnet hat“, so ein Sprecher der Opposition. Maduro betitelte Guevara am Mittwoch als Feigling, den seine Immunität als Abgeordneter nicht vor dem Gefängnis schützen wird. Jesus Torrealba, Generalsekretär des Oppositionsbündnisses betonte, dass sich die Partei nicht vor Drohungen Maduros beugen wird.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Malte D.--kein Wahlbeobachter

    Leute, Ihr seid selbst schuld. Erinnert mich an eine Ratte, die mit einer Schlange ein Abkommen macht. Kurz danach wird sie gefressen………………………….

    Dieses Regime ist am Ende. Fehlt nur noch der letzte Entscheid………..

    • 1.1
      annaconda

      Sie haben schon recht…….bis auf das mit dem letzten Punkt….den hatten wir schon öfters.Genau dieser letzte Schritt ist,welchen sie nie gemacht haben.

  2. 2
    Caramba

    Da möchte ich widerwillig und vorsichtig widersprechen, ich glaube nicht dass das Ende kurz bevor steht.
    Auf die Gefahr hin mich zu wiederholen, die werden die Macht nicht unblutig abgeben, und aus Ihrer Sicht haben Sie auch keinen Grund dazu. Solange das Militär und die diversen Guardias hinter ihnen stehen zumindest…..

    • 2.1
      VE-GE

      so sehe ich das auch !

  3. Es war ja klar,nachdem sie den Teufel schon an den Hörnern gepackt hatten ,liesen Einige eigenmächtig wie Herr Torrealba ,ihn wieder los.Dieser meinte wie immer dem Tod entronnen zu sein und attackierte sofort.Diese Minderheit,welche die Entscheidung über die Köpfe Vieler hinweg getroffen hat mit dem Teufel zu spielen, wundert sich jetzt.Sind die blöd oder stellen die sich blöd.Das gleiche Theater haben sie jetzt schon zigmal erlebt.Also aus Erfahrung wird man ja bekanntlich klug.Diese Herren von Einigen Parteien ,hier alle kennen ihre Namen wurden dann auch heftig in den Sozialen Netzwerken mit Verräter und noch heftigeren Ausdrücken belegt.Es ist nur zu hoffen,dass sie ein Ass unterm Ärmel haben um diese absurden Entscheidungen zu treffen.Wenn sie das nicht bald ausspielen dürfte deren politische Karriere beendet sein.

  4. 4
    Martin Bauer

    Schon mein Vater sagte 1946 als Schüler zu den Kettenhunden Moskaus, welche seine Schulklasse nach ihrer politischen Gesinnung befragten: „Mag sein, dass es gute Kommunisten gibt, aber die leben nicht mehr!“

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